Wie jede Saison begann auch die Saison 2015 mit dem Probenwochenende im Kloster Heiligkreuztal. Die Höhepunkte der Saison 2015 waren dieses Mal die Fasnet in Bad Waldsee und unser Ausflug nach Aulendorf. Außerdem der erstmalige Einblick in die Riedlinger Fasnet.

 

Stücke:

Neu:

Ghostriders in the sky

Kompliment

 

Playlist:

Rocky

Ghostriders in the sky

Ending

Kompliment

Tequila

Superstition

Pure Lust

Peter Gunn

Schickeria

Let me entertain you

Brasil

Sommer

Jonny B. Goode

Moskau

Can´t hold us

Muppets

Major Tom

 

Auftritte
 

30.01.2015 Halle Mittelbiberach, Gabi 50er

31.01.2015 Halle Fischbach

01.02.2015 Umzug Schemmerberg

 

06.02.2015 Weiberball Betzenweiler

07.02.2015 Kappenfest Riedlingen

08.02.2015 Umzug Eberhardzell

 

12.02.2015 Glombiger: Bad Waldsee

13.02.2015 Hausball Linde

14.02.2015 Umzug Hummertsried

15.02.2015 Ausflug Aulendorf

 

Ereignisse und Eindrücke
 

Die Saison 2015 begann für uns mit dem Probewochenende vom 19. - 21.12.2014 im Kloster Heiligkreuztal welches, wie bekannt, im Jahre 1227 von Zisterzienserinnen gegründet wurde und seinen Wohlstand unter anderem den Schenkungen der ersten Jahrzehnte verdankt, in welcher zum Großteil Töchter von Adelsfamilien in dieses Kloster eintraten. Wir kehrten wieder im "Klosterwirt" ein, aber proben durften wir erstmals im Haus Bruno, etwas entfernt vom Haupthaus. Es war ein produktives Proben welches uns gut auf die kommende Saison vorbereitet hat.

Den musikalischen Start gab es, nach einigen weiteren Probenterminen, am 30.01.2015, nach einer kurzen Anspielprobe, in der Halle in Mittelbiberach. Dort war ein bunter Abend und wir spielten am Ende des Programms. Es war der richtige Auftritt um etwas warm zu werden und sich wieder an die fünfte Jahreszeit zu gewöhnen. Nach dem Verzehr der Gage ging es für uns zur nächsten Station, in das "Zug-um-Zug" in Schemmerhofen. Dort fanden die Feierlichkeiten anlässlich des runden Geburtstags von Gabi Schick statt und wir waren die "Überraschungs-Band". Die Geburtstagsfeier stand unter närrischem Motte, quasi alle Gäste waren verkleidet, und so konnten wir die Leute schnell begeistern, da eine gewisse Ausgelassenheit bereits herrschte. Natürlich waren wir der musikalische Höhepunkt des Abends und die Freude bei der Jubilarin war gar groß. Nachdem wir uns noch über das Buffet hergemacht hatten und das ein oder andere Getränk zu uns genommen hatten, ging es auch früher oder später nach Hause.

 

Den 31.01.2015 starteten wir damit, das traditionelle Zügle aufzubauen. Gestärkt durch den bekannten und begehrten Nusszopf von Patrizia lief es natürlich umso besser. Auch wenn wir an diesem Tag eine Revisionsöffnung in den Kessel einbauten. Glücklicherweise bot uns Patrizia an diesem Nachmittag auch noch an, an diesem Abend für uns ein Vesper ausrichten zu wollen. Wir nahmen dankend an und trafen uns in den Abendstunden bei Oggers in Altheim. Nach einem leckeren und ausgiebigen Vesper spielten wir natürlich noch in der warmen Stube, bevor wir auszogen, die Begeisterung weiter zu tragen. Und zwar an diesem Abend nach Fischbach. Die uns schon sehr vertraute Halle bot natürlich wieder ein stimmungsvolles Ambiente für unsere Mitternachtsshow. In diesem Jahr waren wir sogar fest gebucht. Nach dem Auftritt begaben wir uns natürlich in die Bar und hielten es dort auch eine ganze Zeit lang aus, bis wir uns wieder auf den Heimweg machten.

 

Am Sonntag den 01.02.2015, trafen wir uns kurz nach der Mittagszeit in der Amboßbar in Schemmerberg. Nach etlichen Jahren war es uns dieses Jahr einmal wieder möglich, beim dortigen Umzug teilzunehmen. Dadurch, dass das Wetter so schlecht war und wir die Startnummer 48A hatten, blieb uns einiges an Zeit, um uns in der Amboßbar auf den Umzug vorzubereiten. Bis wir dran waren, hat es ordentlich geschneit und die meisten Besucher hatten sich bis dahin schon einen Platz im Trockenen gesucht. Somit war der Umzug eher schlecht besucht. Direkt nach dem Umzug fuhr Muchl das Zügle heim und wir warteten bei Hummlers auf ihn. Die haben eine wirklich ausgezeichnete Möglichkeit für lauschige Festivitäten und ausgiebige Gelage. So nutzen wir die Location um uns mit Bier, Kaffee und Kuchen zu stärken, der Abordnung des örtlichen Musikvereins zu lauschen und selbst noch aufzuspielen. Aber nun ging es für uns schon wieder weiter in den ehemaligen Laden von Herters. Dort ist inzwischen ein Teil zu einer sehr geräumigen und gut ausgestatteten Räumlichkeit für Veranstaltungen aller Art entstanden. Hier spielten wir für die zahlreichen Gäste und fanden es schade, dass es schon der letzte Auftritt des Tages hat sein sollen. Wir waren schon personell sehr schwach besetzt an diesem ganzen Wochenende und an dem Sonntag fehlte noch ein weiterer Spieler. Allerdings fiel Präse schon vor dem Eintreffen bei Herters auf, dass seine Trompete fehlt und er eine andere hat. Nun ging es also noch darum, dass Präse wieder zu seiner Trompete kommt. Durch die wahnsinnig guten Ortskenntnisse in dieser Teilgemeinde und durch logische Überlegungen, gelang es, Präses Trompete wieder zu finden. Nun ja, das war eigentlich ganz einfach. Die Trompete konnte nur von einem Schemmerberger Musiker vertauscht worden sein. Diese sagten, sie gehen als nächste Anlaufstelle zu ihrem Tubisten zum Biertrinken. Da wir wussten, wo der Tubist wohnt, fanden wir den Trompeter, der die Instrumente getauscht hatte. Auch wir bekamen noch Bier und Gulaschsuppe beim Tubisten, bevor wir den Heimweg antraten.

 

Für den Freitag den 06.02.2015 hatten wir keine Pläne. Wir trafen uns einfach mal vorsichtshalber in der Linde um zu beraten, was wir tun könnten. Irgendjemand kam dann auf den Vorschlag, dass wir doch in Betzenweiler in der Traube beim dortigen Weiberball spielen könnten. Bis wir uns dahin auf den Weg machten tranken wir ein paar und gaben noch ein spontanes Ständchen in der Linde. Als wir in der Traube ankamen, mussten wir erst mal die Bedingungen klären. Nun hat dort der Ball nicht nur einfach so seinen Namen, sondern das wird dort auch gelebt. Männer dürfen dem Ball höchstens mit einer Darbietung oder als Bedienung beiwohnen. Bis dann alles klar war, ob und wann wir spielen dürfen, machten wir es uns in der Wirtschaft gemütlich. Zur vereinbarten Uhrzeit traten wir dann im Saal der Traube auf. Es war ein sehr angenehmer Auftritt. Was ein wenig komisch war, dass wir eben gleich nach dem Spielen den Saal verlassen mussten und unsere Gage wieder in der Wirtschaft bekamen. Aber das war ja OK, sonst wär es ja kein Weiberball. Dennoch ließen es sich ein paar Damen nicht nehmen, vom Saal in die Wirtschaft zu kommen und sich mit uns zu unterhalten und nach den vielen Loben waren die Gäste der Wirtschaft natürlich auch gespannt und wir spielten dort auch noch ein paar Stücke. Danach ging es wieder zurück nach Hause.

 

Nachdem Miche am 07.02.2015 schon tagsüber das traditionelle Zügle nach Fischbach überführt hatte, trafen wir uns abends bei Robbe Zell, anlässlich seines Geburtstages. Es war eine nette Party mit einigen Gästen und so verweilten wir doch einige Stunden dort und spielten natürlich auch. An diesem Tag war es Absicht, dass wir erst später weiterzogen. Und so zogen wir dann auch gegen später nach Riedlingen. Über die Rezeptionistin vom Kloster Heiligkreuztal erfuhren wir von dem Kappenfest der Riedlinger Narren. Und das war unser Ziel. Erstmals vollzählig in dieser Saison trafen wir im Jubiläumsjahr "150 Jahre Gole" in der Stadthalle ein und wurden auch sogleich darüber informiert, dass es noch sicher mindestens eine Stunde dauert, bis wir spielen können. So hatten wir genügend Zeit den Darbietungen beizuwohnen und die sehr aufwändig geschmückte Stadthalle zu bewundern. Und dann endlich, nach Stadtkapelle, Auftritt des Zunftrates und des Fanfarenzugs, sowie einiger Einlagen der Band, kamen wir dran. Leider war es schon ziemlich spät, so dass schon einige Gäste gegangen sind und unser Publikum übersichtlich war. Aber das war vollkommen in Ordnung, da wir eh lieber im kleinen, aber feinen Rahmen spielen. Die Rezeptionistin vom Kloster Heiligkreuztal trafen wir auch noch und sie war sehr begeistert, dass wir ihrem Vorschlag gefolgt waren. Nun wurde es aber Zeit für die Heimreise, nicht ohne noch einen kleinen Stopp bei McDonald´s einzulegen.

 

Am 08.02.2015 stand der Umzug in Eberhardzell an. Für uns begann es allerdings schon mit dem ersten Auftritt um 10.30 Uhr zur Eröffnung des Zunftmeisterempfangs in Eberhardzell. 3 Stücke, 3 Reden, noch ein Stück von uns und wir waren fertig mit unseren musikalischen Pflichten für diese Veranstaltung. So konnte wir dem Zunftmeisterempfang entspannt folgen, das Mittagessen genießen und auf den Umzug warten. Natürlich nicht ohne genügend "närrische Disziplin" an den Tag zu legen, wie es der Moderator laufend einforderte. Leider war an diesem Tag unser Fahrer Andi krank, so dass Muchl´s Neffe Christoph als Fahrer eingesprungen ist. Hugo machte immer wieder Schwierigkeiten, so auch an diesem Sonntag. Erst nach längerem Anschieben mit dem Stapler und vielem orgeln konnte er zum Laufen überredet werden. Da das Wetter sich wieder gefangen hatte, war der Umzug auch recht gut besucht. Wir spielten fast am Ende des Umzugs, so dass wir gleich nach dem Umzug wieder die Strecke zurückfahren konnten und dabei natürlich noch spielten. Am Ortsende von Eberhardzell stiegen wir ab und ließen Christoph alleine das Zügle nach Fischbach fahren. Nun ging es für uns in den "Löwen". Dort war ein recht schöner Saal im oberen Geschoss. Es spielte schon eine Kapelle und wir konnten uns noch ein wenig aufwärmen, bevor es für uns losging. Da schon klar war, dass Chri mit den Narren von Wuchzenhofen nach Hause fährt und dies somit der letzte Auftritt für Chri an dem Tag sein würde, spielten wir sehr viel. Aber es war auch eine tolle Location und ein angenehmes Publikum. Danach verabschiedete sich Chri und wir tranken noch eins. Wir wussten dass die andere Kapelle ins Café Junginger zum Spielen wollte. Da wir dort auch spielen wollten, warteten wir noch ein wenig, bevor wir loszogen. Aber wir waren zu schnell und konnten der Kapelle noch zuhören. Nachdem wir dem Publikum auch noch eine kurze Pause gegönnt hatten, legten wir los. Die Gäste und die Atmosphäre im Junginger sind immer toll und wir hatten einen schönen Auftritt. Das war es auch schon für diesen Tag mit unseren musikalischen Darbietungen. Lars musste auf den Zug und auch sonst verließ der ein oder andere Eberhardzell. Die letzten trafen sich dann noch im Adler in Schemmerhofen um den Abend mit einem opulenten Mahl und kalten Getränken ausklingen zu lassen.

 

Am Glombigen Donnerstag, dem 12.02.2015, trafen wir uns beim Xande. Er hat anlässlich seines Geburtstages zum Vesper geladen. Es gab leckere Wurstsalat-Variationen und für Getränke war selbstverständlich auch gesorgt. Zum Dank für die Bewirtung spielten wir natürlich ein Ständchen in der warmen Stube. Eher gegen später fuhren wir nach Bad Waldsee. Dass es später wurde war gewollt, da Manuel an dem Tag erst später zu uns stoßen wollte. In Waldsee war nichts Spezielles, aber wir dachten, schauen wir halt mal dort hin und für Manuel ist es nicht so weit. In Waldsee angekommen spielten wir auch gleich in einer recht vollen Kneipe. Die Stimmung dort wurde immer besser. Nach einem Getränk dort gingen wir in die nächste Wirtschaft. Dort hatten wir Glück, dass die Kapelle, die dort über den ganzen Abend spielte, gerade Pause machte. So konnten wir gleich loslegen. Danach tranken wir noch eins und lauschten der Hauskapelle. Diese hatte eine interessante Besetzung, bestehend aus 3 Akkordeon, 3 kleine Trommeln, 1 große Trommel, ein E-Bass und eine Trompete. Wobei der mit der großen Trommel auch sang. War mal was ganz anderes. Nun gingen wir direkt über die Straøe in den Hirsch. Es gab hier 2 Bereiche, einen zum Tanzen und einen zum Einkehren. Wir entschieden uns aus Platzgründen dafür, im Einkehr-Bereich zu spielen. Grad als wir anfangen wollten kam der Wirt und meinte, wir dürfen nicht mehr spielen. Nach kurzem Hin und Her meinte er "OK, spielt 2 Stücke ihr bekommt eine Liesl, aber dann ist es gut". Das erstaunte uns schon ein wenig, aber nach dem zweiten Stück kam er nochmal und meinte "Ihr könnt solange spielen wir ihr wollt!". Na also, geht doch. Später entschuldigte er sich noch ein paar Mal und meinte, er hätte an dem Abend schon einige schlechte Erfahrungen mit durchreisenden Musikgruppen gemacht, weshalb er so forsch reagierte. Aber am Ende war ja dann auch alles gut! Nun war es doch schon relativ spät, weshalb wir uns auf den Heimweg machten und es mit dem Spielen für heute sein ließen. Ein paar landeten noch im örtlichen Gasthaus.

 

Am Freitag den 13.02.2015 trafen wir uns schon gegen 18 Uhr beim Miche. Er hatte zu einem Vesper in sein neues Zuhause geladen. Nachdem alle gegessen hatten, spielten wir noch eine Runde im Wohnzimmer und gingen danach zum Hausball in die Linde. Wir hatten wieder die übliche Gage ausgehandelt. Nach unserer Ankunft spielten wir recht zügig. Es waren nicht allzu viele Gäste da, aber für den Anfang war es ganz gut. Nach geraumer Zeit kamen die Narren vom Nachtumzug Ochsenhausen zurück. Als diese die Linde gefüllt hatten und jeder was zu trinken hatte, spielten wir die zweite Runde. Es war rammelvoll und es hat uns sehr gut gefallen. Wie üblich blieben ein paar von uns bis zum Schluss, der dieses Jahr aber früher als erwartet eintrat.

 

Den 14.02.2015 starteten wir in Fischbach um das Zügle zu holen. Aufgrund der anhaltenden technischen Schwierigkeiten sprang der Hugo nicht mehr an, was wir allerdings seit dem Umzug in Eberhardzell wussten. Also wurde er wieder mit dem Stapler angeschoben und Xande fuhr das Zügle nach Hummertsried. Der dort Ortsansässige Hugo Weber hatte uns schon auf die Umzugsliste gesetzt, so dass wir als Nummer 25 beim Umzug dabei waren. Unser Fahrer Andi kam direkt nach Hummertsried. Ihn plagte noch ein wenig ein gesundheitliches Leiden, weshalb er das Zügle nicht überführen wollte. Es säumten wieder eine Menge Leute die Straøen von Hummertsried und es waren wieder viele tolle und kreative Gruppen dabei. Gleich nach dem Umzug fuhr Miche das Zügle nach Fischbach. Leider ging der Hugo bei der Fahrerübergabe aus, so dass wir das Zügle noch anschieben mussten. Als wir wieder komplett waren, ging es zum Grün-Team, wo wir in der Küche gespielt haben. Nach Bier und Schnaps ging es zu Bühlers in die alte Küche, wo es Most gibt. Auch hier spielten wir einige Stücke und rockten die Bude. Nun ging es für uns zur örtlichen Wirtschaft, also zum Wiese ins Rössle, wo wir ebenfalls spielten. Es war ein etwas ruhigerer Auftritt. Das liegt vermutlich daran, dass der ein oder andere das Rössle zum Ausruhen nutzt. Nach einem Getränk gingen wir zu Döbeles. Es war einfach wieder herrlich, in den vollen Räumen vor enthusiastischem Publikum zu spielen. Dort war der Hausherr so aus dem Häuschen, dass er bei einer Tanzeinlage auf seinem Esszimmertisch das zu spülende Geschirr dezimierte. Wir speisten hier auch wieder ausgezeichnet und so gestärkt führte uns unser weiterer Weg zur Furtmühle, wo wir den Abend ausklingen ließen. Nach einem Ständchen und einer fröhlichen Zeit in der Kellerbar machten wir uns nach und nach auf den Heimweg. Leider musste uns unser Kapellmeister an diesem Tag schon nach dem Grün-Team verlassen, da er richtig krank war. Ab dem Moment übernahm Manuel das Amt des Kapellmeisters. Nach dem Auftritt in der Furtmühle verließ uns der nächste Schwung und so konnten wir leider der Bitte von Annika, der Tochter des Hauses, nicht nachkommen, noch ein paar Stücke zu spielen. Von hier aus ging es dann für jeden von uns schnurstracks nach Hause.

 

Am Fasnetssonntag, den 15.02.2015 stand die Überraschungsreise an, die von Andi M. und Präse organisiert wurde. Sie sagten nur, dass es um halb zwölf am Bahnhof in Biberach losgeht. Leider fehlte unser Kapellmeister, dem es noch nicht besser ging. Erst nach einiger Zeit im Zug sagten uns die zwei, dass wir nach Aulendorf gehen. Dort war Umzug. Wir kamen am Bahnhof an und machten uns auf die Suche nach einem Restaurant zum Mittagessen. Nach zwei Versuchen klappte dann der dritte und wir speisten im Schalander. Dort war es ruhig und wir spielten auch nicht. Als wir aufbrachen, war der Umzug noch nicht im Gange und wir machten uns auf die Suche nach einer Wirtschaft. Die Straßen waren schon von Leuten gesäumt, so dass wir auch einfach so auf der Straße vor dem Kaktus gespielt haben. Als wir weiterzogen, kamen wir an einem Sprecher-Wagen vorbei, wo wir den Sprecher davon überzeugen konnten, auf dem Wagen zu spielen. Beim zweiten Stück kam aber schon der Umzug, so dass wir diesen Auftritt abbrechen mussten. Nun wollten wir zu einer Wirtschaft am Ende des Umzugs, aber laut den Einheimischen gab es dort nichts. Also holten wir uns ein paar Empfehlungen ein und sind in den Heuboden. Eine Kneipe im ersten Stock mit Balkon, direkt an der Umzugsstrecke. Dort tranken wir eins und nach dem Umzug spielten wir zuerst auf dem Balkon für die restlichen Zuschauer und danach in der Kneipe selbst. Nun gingen wir ins Rad. Eine Speisegaststätte, bei der man im Kreis herum spielen konnte, was wir auch einen halben Brasil lang praktizierten. Wir spielten ein paar Stücke und es gab einen richtig guten Schnaps vom Haus. Überraschenderweise ereilte uns gleich nach diesem Auftritt ein Anruf vom Kapellmeister, dass er in Aulendorf ist. Er stieß auch ein paar Minuten später zu uns. Endlich wieder vollzählig gingen wir in den Kaktus. Ein nettes Bistro, das gut gefüllt war. Für unsere Darbietung gab es wieder sehr guten Schnaps und auch einen Kasten Bier. Dies war mit der Grund, weshalb wir etwas länger dort waren, bevor wir wieder ins Schalander gingen. Dort spielte gerade eine lustige Band. Als die fertig waren, spielten wir. Es war eine super Atmosphäre in dem Kreuzgewölbe und auch die Gäste waren sehr angenehm. Unser Plan, jetzt im Engel zu spielen klappte nicht, dafür spielten wir im Schlosskeller. Eine coole Location, aber mit Bühne. So kam es, dass wir unseren letzten Auftritt der Saison 2015 auf einer Bühne hatten. Die war aber nah am Publikum, so dass dies der Stimmung keinen Abriss tat. Es war ein würdiger Abschluss für uns. So langsam wurde es Zeit für uns, auf den Zug zu gehen. Wir verabschiedeten uns und zogen unserer Wege. Zurück in Biberach zog die letzte Gruppe von 5 Mann ein wenig durch die Altstadt, blieben aber auf der Suche nach etwas zu Essen erfolglos. Als alles nichts half, hielt eben das gerufene Taxi aufm Heimweg am Burger King.

 

Am 16.02.2015, dem Rosenmontag, fuhr Muchl das traditionelle Zügle von Fischbach zurück, wo wir es abbauten und in Altheim bei Müllers einlagerten. Leider steht uns die bisherige Unterbringungsmöglichkeit nicht mehr zur Verfügung. Nun ist der Vorteil, dass wir den Wagen kaum mehr abbauen müssen und ihn fast am Stück unterstellen können. Auch die Lok-Verkleidung hat Platz in einem Schuppen des Müller´schen Anwesens gefunden. Der Hugo ist natürlich nach wie vor über das Jahr in Ingerkingen. Er bekommt noch unbedingt einen technischen Service, um die Anlauf-Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen.

 

Am Fasnetsdienstag, den 17.02.2015 ward nur noch ein versprengter Roter in Uttenweiler gesehen.

 

Eine Generalversammlung fand 2015 nicht statt. An dem traditionellen Termin hatten außer 3 Gründern auch der Schriftführer, der Kassier und der Präse leider einen anderen musikalischen Termin. Da sich kein anderer geeigneter Termin finden ließ, fiel die Generalversammlung 2015 aus. Wir hoffen, dass es in 2016 wieder mit dem traditionellen Termin klappt. Aber davor sind wir sehr darauf gespannt, was die nächste Saison dem "verHEERendES MUSIKKORPS" wieder für neue Erlebnisse und Erfahrungen bringen wird.