Die Saison 2010 startete wie gewohnt mit dem Probenwochenende. Dieses Mal aber nicht wie gewohnt in Schussenried, sondern im Kloster Heiligkreuztal. Der Höhepunkt der Saison 2010 war dieses Mal Düsseldorf.

 

Stücke:
Neu:

We´re not gonna take it
Westerland
Sommer (wieder frisch im Programm)
Can Can (wieder frisch im Programm)

Gestrichen:

Les Humphries
Raining men
Shoop Shoop
Survive
Let´s get loud

Playlist:

Rocky
Westerland
Y.M.C.A.
Ending
Pure Lust
Fanfare
We´re not gonna take it
Entertain
Brasil
Sommer
Those were the days
Can Can
Tequila
Nena
Peter Gunn
I´m walking on sunshine
Moskau
Nellie the elephant
Muppets

Auftritte

29.01.2010    Ständchen beim 40. Geburtstage in Schemmerberg bei Uli Hummler
30.01.2010    Halle Fischbach und Geburtstagsständchen bei Tanja in Lindau
31.01.2010    Umzug Schemmerhofen mit Zunftmeisterempfang davor
05.02.2010    Nachtumzug Ingerkingen
06.02.2010    Hausball Linde, davor kurz Hausball Adler
07.02.2010    Umzug Eberhardzell
11.02.2010    Heggbacher Mühle und Feuerwehrhaus Schemmerhofen
12.02.2010    Nachtumzug Emerkingen
13.02.2010    Karneval in Düsseldorf
14.02.2010    Rückreise von Düsseldorf und Fasnet in Äpfingen

 

Ereignisse und Eindrücke

Traditionell startete die Saison 2010 mit dem Probenwochenende. Erstmals im Kloster Heiligkreuztal. Dieses ehrwürdige Haus, welches 1227 von Zisterzienserinnen zwischen Bodensee und Ulm gegründet wurde und im 16. Jahrhundert spätgotisch ausgebaut wurde, war ein durchaus würdiger Rahmen für unsere intensiven Probenarbeiten. Wobei die durchaus dadurch geprägt waren, Übertragungsmissverständnisse zu klären. Besonders war auch, dass wir nicht allein in einem Kloster waren, sondern das Kloster bewirtschaftet ist und auch noch andere Gäste für eine Nacht dort untergebracht waren. Auch der auf dem Klostergelände ansässige "Klosterwirt" gefiel uns ziemlich gut.
Spielerisch starteten wir in die Saison 2010 nach einigen Proben am 29.01.2010. Nach dieser Probe spielten wir in Schemmerberg beim 40sten Geburtstag von Muchl´s Schwager Uli Hummler. Der hat einen schönen Partyraum eingerichtet, in dem es sich wunderbar spielen ließ. Es gab Spanferkel und Caipi aber leider keinen Bacardi. Dies war eventuell der Grund dafür, dass der Abend für uns nicht allzu lange ging.
Am 30.01.2010 bauten wir unser traditionelles Zügle auf. Damit uns die Kräfte nicht irgendwann verlassen, versorgte uns Patrizia dankenswerter weiße mit leckeren Küchle. Die verspeisten wir, solange vom Nachbarn ein Schalmaien-Ständchen zu uns herüber schallte. Abends gab es ein Vesper bei Wurms. Wie immer vollbrachte Manuel´s Mutter wahre Meisterleistungen am Herd und es gab wieder ein herrliches italienisches Menü. Nach dem obligatorischen Ständchen verabschiedeten wir uns in Richtung Fischbach. Bösche fuhr dem Muchl sein Bus und Patrizia fuhr ebenfalls. Yvonne kam als Zuhörerin mit und wir hatten einen recht guten Auftritt in Fischbach. Die Halle hat eine gute Größe für uns und auch die Leute waren in einem ausgelassenen Pegel. Nach ein paar Getränken durch großzügige Sponsoren erzählte Manuel, dass seine Freundin Tanja nun Geburtstag hat. Es war nach 0 Uhr, weshalb ihm das spontan eingefallen ist. Da war es natürlich schnell klar, dass wir ihr ein Ständchen spielen. Leider war Chri an diesem Abend nicht bei uns, sondern kam von Ludwigshafen erst nachts heim. Also riefen wir ihn an und überredeten ihn, noch nach Fischbach zu kommen. Als er nach langem telefonieren in der Halle eintraf war die Freude darüber so groß, dass wir sogleich in dieser Besetzung nochmal spielten. Patrizia und Yvonne fuhren nach Hause und Bösche fuhr mit Muchl´s Bus und Chri mit seinem Auto zu Tanja. Wir kamen dort kurz vor 5.30 Uhr an, wobei an dieser Stelle noch zu erwähnen ist, dass Tanja bei Lindau wohnt. Wir weckten sie mit einem Ständchen und nicht nur sie, sondern auch ihre Eltern und ihre hübsche Schwester Nicola waren sogleich auf den Beinen. Nach dem Ständchen gab es ein ausgezeichnetes Frühstück mit Weißwurst und Zopf, als so langsam der ein oder andere mal zuhause anrief um Bescheid zu sagen, dass sich die Heimkehr noch ein wenig in die Länge zieht, da er gerade einen wunderbaren Blick durch das große Wohnzimmerfenster nach Österreich genießt.
Kurz vor 9 Uhr war dann aber Schluss mit der Aussicht und wir fuhren zurück nach Schemmerhofen. Schließlich waren wir für den Zunftmeisterempfang gebucht. Den spielten wir auch um 12 Uhr. Es war etwas ungeschickt, dass zu dieser Uhrzeit gerade jeder mit Essen beschäftigt war und somit beim klatschen ein wenig eingeschränkt war. Aber für uns ist dies immer wieder ein guter Auftritt, da die Halle eine ausgezeichnete Größe hat und das Mittagessen ist immer auch exzellent. Diese Jahr gab es Linsen mit Spätzle. Frisch gestärkt und gut gewärmt ging es zum Aufstellungsplatz um erstmals in dieser Saison auf das Zügle zu steigen. Unser Fahrer Andi machte seine Sache wieder richtig gut und so kamen wir wohlbehalten am Ende des Umzugs an. Leider war es saukalt, der Schnee kam seitlich durch die offenen Fenster, und viele Leute harrten nicht bis zum Ende des Umzugs aus. So durchgefroren ging es für uns gleich nach dem Umzug in den Adler um uns aufzuwärmen. Als die Finger wieder Gefühl hatten, spielten wir dort doch auch gleich. Allerdings entschieden wir uns danach auch, sonst nicht mehr an diesem Tag zu spielen. Also verbrachte der ein oder andere noch den Rest des Tages in den Zelten und Wirtschaften und genoss die Dorffasnet.
Am Freitag den 05.02.2010 fuhr das Zügle um 16.30 Uhr beim Muchl ab. Wie immer nahm es den Weg über Altheim nach Ingerkingen. Dieses Mal aber nicht ins Stegenhofstüble, sondern zum Lars nach Hause, wo uns seine Mutter zu einem Vesper geladen hatte. Bei Saiten, Weißwurst und Leberkäs warteten wir auf den Beginn des Umzugs. Der Umzugsweg in Ingerkingen ist nicht lang, so dass wir recht schnell schon wieder fertig mit Spielen waren. Also parkten wir das Zügle und gingen zu Thommy´s Schwiegermutter, die uns zu Kartoffelsuppe und Getränken eingeladen hatte. Froh, endlich wieder was zu essen zu bekommen hielten wir es auch eine ganze Zeit lang dort aus und spielten natürlich auch ein Ständchen. Plötzlich haben wir vernommen, dass im selben Haus in der untersten Wohnung dem Thommy sein Schwager wohnt und der eine Bar in seiner Wohnung eingebaut hat. Also verbrachten wir auch noch dort eine gar lustige Zeit, bis wir in Richtung Halle aufbrachen. Irgendwie kamen wir wieder nicht am Hirsch vorbei und spielten der geschlossenen Gesellschaft ein Ständchen. Uns fiel erst beim Spielen auf, dass es sich bei dieser Gesellschaft um lauter Altheimer handelte. Dort gab es noch ein Bier und wir waren schon richtig spät dran, als wir die Halle sahen. Wir warfen einen Blick durch die Fenster des Probelokals. Als wir sahen, dass nichts mehr los war, ließen wir das Probelokal links liegen und marschierten schnurstracks in die Halle. Zwar waren nicht mehr viele Gäste dort, aber noch genügend um zu spielen. Die Band räumte uns genügend Zeit zum spielen ein und den Leuten die da waren, hat es sehr gut gefallen. Das war es mit dem Spielen für diesen Tag. Das Zügle verteilte sich auf die verschiedenen Lokalitäten in Ingerkingen und lieø den Abend gemütlich ausklingen.
Am Samstag 06.02.10 überführten Thommy und Andi M. das Zügle nach Fischbach. Für alle anderen startete der Tag abends um 18 Uhr bei Wolfgang Specker, der wieder zum Vesper geladen hatte. Wir freuten uns schon alle auf Grünkohl mit Pinkel und das servierte er uns auch! Zu unser aller Freude tauchte auch Robbe an diesem Abend noch auf, da ihn Wolfgang extra eingeladen hatte. Nach dem obligatorischen Ständchen in Wolfgangs Wohnzimmer ging es für uns in den Adler nach Schemmerhofen. Dort fand erstmals ein Hausball statt. Nicht allzu lang vor diesem Termin rief die Wirtin beim Präse an um zu fragen, ob wir spielen würden. Da es somit recht spontan zu dem Auftritt kam, hatten wir leider nicht wirklich viel Zeit. Wir spielten dennoch ein paar Stücke und tranken den Bacardi, den es aufs Haus gab. Zu unser aller Überraschung versprach uns die Wirtschaft sogar noch ein Essen für jeden. Dies lösten wir am Glombigen ein. Nach dem Adler ging es für uns in die Linde zum Hausball. Hier spielten wir 2 Mal, wobei es während dem ersten Mal spielen schon noch recht viel Platz im Publikum gab. Bis zum zweiten Mal spielen füllte sich die Linde dann doch noch ganz nett, sodass der zweite Auftritt richtig Spaß gemacht hat. Wir genossen noch einen gemütlichen Abend im Gasthaus mit vielen Gesprächen und bei ausgelassener Stimmung. Manche eher im Vorraum um sich ungestört zu unterhalten, die anderen mittendrin!
Der Sonntag 07.02.10 startete nicht wie sonst schon öfters bei Bösche´s zum Kässpätzla essen, sondern wir fuhren gleich durch Richtung Eberhardzell. Miche fuhr das Zügle von Fischbach nach Eberhardzell und wir durften nicht zu spät kommen, da wir schon die Nummer 8 hatten. Der Umzug war recht gut besucht. Und als wir am Umzugsende waren und noch ein wenig rumstanden, kam die Äpfinger Garde des Weges. Sogleich spielten wir den Can Can und die Garde stieg ein. Die hatten das nicht zum ersten Mal getanzt und so war das richtig gut. Der älteren Frau, die direkt nebenan wohnte gefiel es so gut, dass sie sogleich ein Fläschche Likör spendierte. Nun gingen wir in die Post. Da wir schon eine so frühe Nummer hatten, waren natürlich noch nicht viele Gäste dort. Dennoch fiel uns gleich am Anfang auf, dass die Wirtsleute sehr kompliziert arbeiten. Der große Kühlschrank mit Getränken stand im Gastraum und war abgeschlossen. Wenn also jemand am Tresen zum Beispiel ein Pils bestellt hat, holte der Kellner den Schlüssel, lief um den Tresen durch alle Leute durch an den Kühlschrank, schloss auf, entnahm das Pils, schloss wieder ab, lief durch die Leute um den Tresen rum, legte den Schlüssel an seinen Platz und verkaufte das Pils. Lustig war das, wenn ein paar unabhängig voneinander etwas bestellten, was im Kühlschrank war. Nun ja, es diente definitiv der Erheiterung. Allerdings war Schluss mit Lustig als wir feststellten, dass unser Bier seit dem 15.10.09 abgelaufen war. Das reklamierten wir sofort und es gab anstandslos ein noch haltbares Bier. OK, natürlich tranken wir zunächst das abgelaufene aus, bevor wir das neue öffneten! Wir haben uns dafür entschieden, nicht in der Wirtschaft zu spielen. Aber als wir draußen waren, war der Umzug vorbei und die Ehrentribüne leer. Also kaperten wir die Ehrentribüne und spielten dort ein paar Stücke, bevor wir ins Café Junginger zum spielen sind. Dort war es ganz nett, aber es dauerte recht lang, bis wir wenigstens einen Feigling für´s Spielen bekamen. Nun wollten wir in den Keller des Hauses, in dem es vor 2 Jahren schon so nett war. Da war aber leider zu und niemand des Weges. Also entschieden wir uns dafür, Richtung Heimat zu fahren. Präse chauffierte uns mit dem Zügle bis zu den Autos und fuhr gleich durch bis Fischbach. Auf dem Weg nach Schemmerhofen kamen wir auf die Idee, dem Robbe ein Ständchen zu seinem Geburtstag zu spielen. Er hatte tags zuvor beim Wolfgang Specker versprochen, um Mitternacht in der Linde zu sein, damit wir ihm ein Ständchen spielen können, aber er tauchte nicht auf. Also war es eine gute Idee, ihn zu besuchen. Als wir an seiner Wohnung waren mussten wir aber feststellen, dass niemand zuhause war. OK, es war dann naheliegend, dass er in seinem im Bau befindlichen Haus feiert. Auf dem Weg nach Aßmannshardt fiel uns dann auch noch auf, dass Manuel schon in Richtung Friedrichshafen unterwegs war. Also riefen wir ihn an, dass er noch umdreht. Hat er auch gemacht. Als wir vollständig waren, spielten wir Robbe noch das Geburtstagsständchen. Natürlich gab es was zu trinken und auch zum Essen war noch was da! Wir blieben aber nicht mehr lange und ließen den Abend recht früh ausklingen und jeder ging nach Hause.
Am Glombigen Donnerstag, den 11.02.10 trafen wir uns im Adler in Schemmerhofen um das beim Hausball erspielte Essen zu genießen. Es war sehr gut und so gestärkt konnten wir bei ordentlich Schnee nach Heggbach in die Mühle fahren. Andi M. hatte dort einen Auftritt ausgemacht und wir waren sehr gespannt, was uns da erwartet. Wir spielten vor ca. 40 Leuten denen es ganz gut gefallen hat, aber sie saßen wie angeklebt auf ihren Stühlen, sodass nicht so wirklich Stimmung aufkam. Nach dem Spielen waren sie aber recht angetan von unserer Darbietung und dem Wirt hat es so gut gefallen, dass er nicht nur die ausgemachte Gage, sondern die ganze Zeche übernahm. Schön aufgeheitert ging es wieder nach Schemmerhofen, wo wir im Feuerwehrhaus spielten. Da es im letzten Jahr mit Möglichkeiten zum draufstehen für uns gehapert hat, hat die Feuerwehr dieses Mal vorgesorgt und wir konnten auf die bereitgestellten Biertische stehen. Danach zerstreuten sich die Mitspieler im Feuerwehrhaus, in der Halle, oder gingen nach Hause. So kam es aber auch, dass sich einige zu später Stunde in der Linde wiederfanden, bevor es zum traditionellen Abschluss des Glombigen im Café Volz kam.
Am 12.02.10 dem Rueßigen Freitag fuhr Muchl das Zügle nach Emerkingen. Die anderen trafen sich im Löwen, da niemand beim Zunftmeisterempfang war. Da der Löwen am Aufstellungsplatz in Emerkingen ist, war es eine tolle Location um auf den Beginn des Umzugs zu warten. Der Nachtumzug dort ist immer kurz und knackig, so dass wir alsbald wieder im Löwen waren. Nach ein wenig aufwärmen spielten wir dort in dem hübschen Saal. Dafür gab´s einen Kasten Bier. Solange wir den tranken fiel uns auf, dass relativ viele Musikgruppen in Emerkingen unterwegs sind und so hatten wir rege Unterhaltung in dem Saal. Als wir aufbrachen, gingen wir ins Feuerwehrhaus. Dort spielten wir ein wenig und tranken ein bisschen. Schließlich wollten wir ja noch im Fetza-Stadl spielen. Daraus wurde leider nichts, da der gerade zu machte, als wir spielen wollten. Da die einzige Option zu spielen im Zelt gewesen wäre, war es das für diesen Tag mit Spielen. Aus der Idee, dass der ein oder andere beim Zunftmeister nächtigt wurde auch nichts da die meisten nach Hause wollten. Ein paar hatten noch nicht genug und hielten sich noch in der Linde wach.
Am nächsten Morgen, dem Samstag den 13.02.10 fuhr Präse Lars und Miche nach Emerkingen um das Zügle abzuholen. Lars fuhr das Zügle nach Schemmerhofen und kam rechtzeitig dort an, um pünktlich um 12.05 Uhr am Bahnhof in Biberach zu sein, um den Zug nach Düsseldorf zu bekommen. Alle anderen schafften es dieses Mal auch, pünktlich da zu sein. Somit stand einer planmäßigen Zugfahrt nichts mehr im Wege. Zumindest bis nach Ulm. Dort warteten wir auf den ICE, in dem wir auch vorsorglich reserviert hatten. Als dieser eintraf stellten wir fest, dass nur ein halber ICE kam und gerade die Hälfte, in der wir reserviert hatten, fehlte. Der Grund dafür waren Wartungsarbeiten an den Rädern und Achsen, weshalb es in dieser Zeit relativ viele Schwierigkeiten mit ICE-Verbindungen bei der Deutschen Bahn gab. Wir fackelten nicht lange und gingen gleich in den Bistro-Wagen. Leider war auch die Kühlanlage für Getränke ausgefallen, weshalb das Bier viel zu warm war. Aber der Bahn-Mitarbeiter versprach uns, dass in Stuttgart kaltes Bier gebunkert wird. Somit wurde die Reise ausgesprochen angenehm und unterhaltsam. Andi M. hatte sogar Vesper mitgebracht, ab Stuttgart gab es wieder kaltes Bier und wir machten außerordentlich nette Bekanntschaften mit verschiedensten Leuten. Die einen waren auf dem Weg in den Urlaub und die anderen einfach auf dem Weg zum Feiern nach Köln. Da machte es auch nichts aus, dass wir nicht die geplante Strecke fahren konnten und somit erst 90 Minuten später in Düsseldorf ankamen. Sogleich nach der Ankunft im Bahnhof Düsseldorf, testeten wir die dortige Akustik in dem wir ein Ständchen zum Besten gaben. Sogleich kamen Beschwerden, dass die Bediensteten nichts mehr am Telefon verstehen würden, was uns sehr stark an unser Ständchen 1999 im Flughafen Stuttgart erinnerte! Wir wollten ja keinen Ärger und machten uns somit auf den Weg ins Hotel. Dort haben wir kurz die Zimmer verteilt und sind Richtung Innenstadt gezogen. Natürlich nicht ohne noch irgendwo einen Happen zu Essen. Im Maredo genossen wir leckere Steaks und dann ging es frisch gestärkt und voller Erwartung los. So war die Enttäuschung auch echt, als wir angekommen in der Fußgängerzone festgestellt haben, dass alle paar Meter riesige Boxen aufgestellt waren, welche die gesamte Fußgängerzone beschallten. So wurde nichts aus unserer Idee, an verschiedenen Ecken der Fußgängerzone zu spielen. Aber uns blieben ja noch die Kneipen. In der ersten gemütlich aussehenden Kneipe die wir sahen fanden wir Einlass und spielten. Nach einem kleinen Getränk und ausgerüstet mit der Info, wo es sich denn zu spielen lohnen würde, ging es weiter in eine Kneipe mit Namen "Till Eulenspiegel". Die entsprach auch unseren Erwartungen, hatte eine gute Größe und angenehme Gäste. Dort kamen wir sogar zu Trinkgeld von einer Drag Queen! Es hat viel Spaß gemacht und wir hielten uns eine ganze Weile bei Tanz und Getränken auf, bis wir wieder weiterzogen. Jetzt war unser Ziel das "Uerige". Ein alteingesessenes Düsseldorfer Brauhaus. Das fanden wir auch ziemlich schnell. Dadurch, dass es nicht direkt an der Fußgängerzone war, wurde es auch nicht vom zentralen DJ beschallt. Dies kam uns Zugute. Vor dem Brauhaus war auch aufgestuhlt und viele Leute, die nicht hinein wollten oder nicht hinein kamen wurden dort mit Altbier versorgt. Das ideale Publikum für uns! Natürlich spielten wir auch vor dem "Uerigen" ein paar Stücke, bevor wir uns ins Brauhaus wagten. Drinnen wurde uns sehr schnell klar, dass wir dort nicht spielen können. Die kleineren Stuben waren leer und in dem großen Festsaal wären wir nicht durch gekommen. Also legten wir unsere Instrumente ab und stießen ins Getümmel. Nach dem "Uerigen"  ging es natürlich noch an der "längsten Theke der Welt" weiter mit verschiedenen Getränken in verschiedenen Kneipen, aber wir spielten in dieser Nacht nicht mehr. Nach einem späten Imbiss nahmen wir irgendwann ein Taxi ins Hotel.
Der Sonntag 14.02.10 begann für uns alle mit einem leckeren Frühstück in unserem Hotel. Danach schnappten wir unsere Sachen, erkundigten uns beim Hotelier wo denn schon morgens was los ist und machten uns auf den Weg in Richtung Bahnhof. Zufälligerweise lag genau auf dem Weg ein Brauhaus, in dem sich die Narren schon morgens treffen. Dort angekommen juckte es ein paar schon wieder in den Fingern um zu spielen, aber andere meinten, wir sollten uns doch lieber gleich auf den Heimweg machen. Die Abstimmung ging Zugunsten derer mit Heimweh aus. Also ließen wir das Brauhaus links liegen und stiefelten weiter zum Bahnhof. Es war schon ein merkwürdiges Bild, lauter närrisch gekleidete Leute strömten aus dem Bahnhof heraus Richtung Innenstadt um den Karneval zu feiern und wir traten die Rückreise an. Bei der Rückreise bot sich die ähnliche Situation wie bei der Hinreise, es kam wieder nur ein halber ICE und der war natürlich wieder gnadenlos überfüllt. Wir ergatterten allerdings wieder einen guten Platz im Bistrowagen wodurch sich auch die Rückreise ganz angenehm gestaltete. Leider mussten wir uns in Mannheim von Lars verabschieden, der dort den Zug verließ. Zurück in Biberach fuhren uns die freundlichen und kurzfristig organisierten Fahrer nach Äpfingen. Dort stieß auch Thommy wieder zu uns, der Aufgrund eines Todesfalls nicht mit nach Düsseldorf reisen konnte. In Äpfingen war der Umzug schon vorbei, deshalb ging es für uns ohne Umwege direkt in den Adler. Dort isst man bekanntlich ja ganz gut. Auch bietet sich der hintere Bereich sehr gut zum spielen an. Es waren wieder einige Narren aus der näheren und ferneren Umgebung da und es machte richtig Spaß dort zu spielen. Als wir uns gerade auf den Weg woanders hin auf machen wollten, kamen die Rufe vom anderen Teil der Wirtschaft, dass wir doch noch eins spielen sollen. Also spielten wir im vorderen Teil nochmals, bevor wir dann doch den Adler verließen und in Richtung Sportheim gingen. Schon von weitem sahen wir, dass das Sportheim übervoll war, weshalb wir uns für die Zunftstube entschieden. Dort gab es genügend Platz aber auch was zu trinken. Als sich die Zunftstube ein wenig füllte spielten wir dort auch noch ein wenig. Es war ein kleiner, aber recht netter Auftritt in der Zunftstube. Wir hatten unsere Freude und den Gästen gefiel es richtig gut. Gegen später versuchten wir nochmals unser Glück im Sportheim. Dieses Mal kamen wir zwar hinein, aber es war noch immer zu voll um zu spielen. Also beschlossen wir, dass der Auftritt in der Narrenstube der letzte der Saison 2010 war. Die meisten verließen nun auch recht schnell Äpfingen und ließen sich abholen. Doch drei Gründer und ein Satellit hielten die Stellung und würdigten die Fasnet auf ihre Weise.
Am Rosenmontag den 15.02.10 bauten wir unser traditionelles Zügle ab. Der Abbau ging ziemlich flott von der Hand, nur das Aufräumen bereitete uns unvorhersehbare Schwierigkeiten. Der Weg zur Garage des Wagens war total mit Schnee verweht. Der Schnee war so hart, dass nicht einmal der große Bulldog es schaffte, ihn zu plätten. Also entschieden wir uns dafür, an einer normal recht steilen Stelle, welche aber durch die Schneeverwehungen um einiges flacher war, den Wagen von Hand hinunter zu lassen. Dies klappte ganz gut und wir konnten alles aufräumen. Danach ging es noch ins Stegenhofstüble nach Ingerkingen. Dort waren wir in dieser Fasnet ja noch nicht. Abends sah man nur noch 2 Rote in der Schemmerhofener Mühlbachhalle. Auch tags darauf in Uttenweiler wurde nur noch einer in Rot gesehen, der von zwei weiteren Musikern vom Zügle, die aber in Zivil, begleitet wurde.
Die Generalversammlung fand am 12.05.10 statt.
Da auch im Jahr 2010 keiner mehr vom Zügle kirchlich heiratete, spielten wir in dem Jahr auch nicht mehr. Nachdem aber 2 standesamtliche Hochzeiten vollzogen wurden, hoffen wir ja mal wieder darauf, unsere Roten unter dem Jahr zu fühlen.
Bis dahin freuen wir uns aber erst einmal auf die nächste Saison und sind gespannt, wohin es uns dann verschlagen wird.