Die Saison 2008 startete wie gewohnt mit dem Probenwochenende in Schussenried am Wochenende vor Weihnachten 2007. Die Höhepunkte der Saison 2008 waren die Zügles-Party, die Freinacht in Bad Waldsee und unser Ausflug nach Rottweil. Nach der Saison feierten wir im Sommer die Hochzeit von Lars und Yvonne.

 

Stücke

Neu:

I was made for loving you
Something stupid
99 Luftballons (wieder frisch im Programm)

Gestrichen:

Es war Sommer
Let´s get loud
Eye of the tiger

 

Auftritte

18.01.2008 Zügles-Party
19.01.2008 Freinacht Bad Waldsee
20.01.2008 Umzug Schemmerhofen
25.01.2008 Nachtumzug Ingerkingen
26.01.2008 Halle Altheim
27.01.2008 Umzug Eberhardzell
31.01.2008 Feuerwehrhaus Schemmerhofen
01.02.2008 Hausball Linde
02.02.2008 Halle Warthausen
03.02.2008 Fasnet in Rottweil
04.02.2008 Rosenmontag in Rottweil

 

Ereignisse und Eindrücke

Traditionell startete die Saison 2008 mit dem Probenwochenende in Bad Schussenried im Kloster, dessen erste Klosterkirche in den Dreißiger Jahren des 12. Jahrhunderts als dreischiffige Pfeiferbasilika fertig gestellt wurde, vom 21. - 23.12.2007. Wir waren sehr fleißig und praktizierten erstmals eine absolut demokratische Wahl der Stücke für die anstehende Saison. Es wurden fast alle jemals gespielten Stücke und ebenso die neuen Stücke aufgelistet. Nun hatte jeder 20 Stimmen und durfte in einer geheimen Wahl abstimmen. Nach der Auswertung waren die 20 Stücke mit den meisten Stimmen im Programm 2008. Unser alljährlicher Abend in der Brauereiwirtschaft verlief wieder lustig und alle hatten ihre Freude daran. Da uns allen bewusst war, dass wir diese Saison zwischen dem Probewochenende und dem ersten Auftritt weniger Zeit als sonst haben, wurde konzentriert geprobt. Nach dem Probenwochenende folgten noch ein paar wenige Proben, bis es mit unserer Saison losging.
Da die Saison 2008 schon am 06. Februar zu Ende war, hieß es für uns einfach früher anfangen. Der erste Auftritt erwartete uns somit bereits am 18.01.08 auf unserer Zügles-Party. Die Vorbereitungen zu der Party begannen dieses Mal schon zwei Tage zuvor. Da bauten wir im Kohleschuppen auf und richteten soweit alles her. Am Tag der Veranstaltung hatten wir erstmals nicht wie gewohnt einen DJ von Experience, sondern DJ Ingo am Turntable. Wir waren sehr zufrieden mit ihm und es war auch ihm zu verdanken, dass wir keine Fasnets-Musik hören mussten, wie sie auf anderen Veranstaltungen zu dieser Jahreszeit normal läuft. Die Bedienungen waren dieses Mal von Angela Müller organisiert worden und machten ihre Arbeit ebenfalls recht gut. Wir haben obligatorisch alles von unserem Programm auf zwei Auftritte verteilt gespielt und alle außer Oli waren da.
Nach dieser gelungenen Party, bauten wir tags darauf am 19.01.08 ab. Überraschender weiße waren so gut wie alle da, so dass die Party innerhalb von 2 Stunden abgebaut war. Somit hatten wir noch Zeit uns ein wenig auszuruhen, bevor es mit unseren Aktivitäten weiter ging. Wir trafen uns abends bei Wurms in der Kellerbar, wo Manuel´s Mutter uns zu einem Vesper eingeladen hatte. Es stellte sich dabei heraus, dass sie eine exzellente Köchin ist und die italienische Küche im Griff hat. Von Anti-Pasti als Vorspeise über Penne al Arabiata bis hin zur Lasagne gab es ausgewählte Köstlichkeiten. So gestärkt machten wir uns auf den Weg nach Bad Waldsee zur dortigen Freinacht. Wie es sich für eine Freinacht gehört war in der ganzen Stadt was los und die Leute waren überall. Da sich niemand auskannte war es ein wenig schwierig eine für uns geeignete Location zu finden. Durch Gespräche mit Leuten fanden wir aber dann doch was, nachdem wir zuvor einfach so auf der Straße gespielt hatten. Wir landeten in der Galerie wo wir von der Treppe auf die Leute hinunter spielten. Nachdem wir uns dort noch ein wenig aufgehalten hatten, zogen wir weiter über die Straßen und Gassen, spielten noch auf der Straße vor irgendwelchen Kneipen und gaben unseren musikalischen Abschluss für diesen Abend standesgemäß auf der Haupttribüne auf dem Marktplatz. Den Abend ließen wir im Kreuz ausklingen, bis wir dann den Heimweg antraten. Schließlich wollten wir fit sein für den kommenden Tag.
An diesem Sonntag, den 20.01.2008, gestalteten wir den Zunftmeisterempfang in der Schulturnhalle in Schemmerhofen mit. Vor und nach dem Spiel gab es reichlich Getränke und Maultaschen. So konnten wir uns auf den Weg zum Aufstellungsplatz machen. Dieses Mal kam niemand zu spät und wir fuhren wie üblich als eine der letzten Gruppen beim Umzug in Schemmerhofen mit. Es gab während dem Umzug wieder ein Tablett Schnaps an der Raiffeisenbank. Nach dem Umzug gingen wir dieses Jahr in den Adler um uns aufzuwärmen. Nachdem jeder seine Finger wieder bewegen konnte, sind wir mit dem Zügle in die Linde gefahren um einen spontanen Auftritt zu spielen Wir spielten zunächst oben, wie gewohnt, bevor wir einen Stock tiefer in die neu eingerichteten Räumlichkeiten wechselten. Wir ließen den Tag an diesem uns so wohlbekannten Ort ausklingen und gegen später traf noch Chri ein, der weder in Bad Waldsee noch in Schemmerhofen mit uns unterwegs war.
Am 25.01.2008 Starteten wir an diesem Freitag schon nachmittags mit der Abfahrt vom Zügle beim Muchl. Der Weg führte uns über das Lai nach Altheim, wo Wolle und Andi M. einstiegen. Das sich auf unserem Weg nach Ingerkingen befindliche Stegenhofstüble lieøen wir natürlich nicht aus und tranken erstmal eins. Es gesellten sich noch mehr von unseren Musikern dort dazu. Auf dem Zunftmeisterempfang war dieses Jahr allerdings niemand. Der Aufstellungsplatz in Ingerkingen war schon wieder ein wenig anders als im Jahr davor, aber wir fanden eine gute Stelle um noch vor der Umzugsstrecke einzuscheren. Alle restlichen Mitspieler trafen wir auf dem Aufstellungsplatz. Der Umzug in Ingerkingen wird irgendwie immer kürzer und es ist kein Aufsehen erregender Umzug. Das Wetter war gut aber die Menge an Zuschauern hielt sich auch in Grenzen. Nichts desto trotz spielten wir fleißig und fuhren direkt nach dem Umzug durch zur Godde vom Präse wo das Zügle geparkt wurde. Wie immer versorgte uns die Godde mit Glühwein und dieses Mal gab es richtig gute herzhafte Pizza-Schnecken, welche ihre Schwiegertochter gemacht hat. Irgendwie werden wir das Gefühl nicht los, dass die Schwiegertochter schon jetzt so nach und nach auf die ihr bevorstehende Aufgabe vorbereitet wird und von der Godde immer mehr in die Pflicht genommen wird, was die Versorgung vom "verHEERendES MUSIKKORPS" angeht. Als Chri endlich auch zu uns kam, spielten wir noch das Ständchen auf der Miste und machten uns auf den Weg zur Partymeile. Vor dem Probelokal entschied unser Kapellmeister, dass wir dieses Mal nicht im Probelokal und der Halle, sondern im Sportheim spielen sollen. Also starteten wir direkt durch zum Sportheim. Wie schon so oft war es tierisch eng dort drin, aber es hat doch geklappt dass wir spielen konnten und die Stimmung war auch recht gut. Nach einem Kaltgetränk gingen wir dann doch noch in die Halle. Wie immer wurde die Band informiert, die unterbrach ihren Auftritt und wir spielten in einer für uns ideal großen Halle. Die Menge tobte, die Leute schrien und die Luft wurde immer heißer. Auch uns hat es gefallen. Das war der letzte Auftritt für diesen Abend und wir gingen auseinander. Die einen Heim und die anderen Weiter. Auffallend war noch, dass in diesem Jahr sehr viel Polizisten da waren, die auch Punkt 3 Uhr alles dicht gemacht hatten.
Der 26.01.2008 begann gleich mit einer Überraschung. Chri musste sein Saxophon gar nicht suchen sondern hat es sicher zu Lars gebracht gehabt. Somit konnte der Tag recht ruhig starten. Manuel und Chri überführten das Zügle nach Fischbach und Miche holte sie dort ab. Abends trafen wir uns zum traditionellen "Grünkohl mit Pinkel" Essen beim Wolfgang Specker. Er hatte sich wieder richtig viel Mühe gegeben und versorgte uns erstklassig. Auch der Schnaps floss in Strömen. Leider hatte jeder irgendwie dieselbe Idee und hat sich zum Wolfgang fahren lassen. Als wir irgendwann noch überlegte, wo wir an dem Abend noch spielen, hatte sich die Frage nach dem "Wo" erledigt und es ging nur noch um das "Ob". Andi Moll war der einzig fahrtüchtige. Also fuhr er 3 Fuhren nach Altheim in die Halle. Wir hatten zwar überlegt, ob wir dort in diesem Jahr schon spielen sollten, aber uns blieb ja nichts anderes übrig. Entweder dort, oder gar nicht. Und da wir spielen wollten, gingen wir nach Altheim, obwohl uns die Altheimer Veranstalter im Jahr zuvor geärgert hatten. Also erlaubten wir uns einen kleinen Spaß. In der Halle stellten wir uns wie gewohnt auf und fingen mit einer Fanfare an, um gleich im Anschluss mit einem Tequilla in der Bar zu verschwinden. Dort tranken wir ein oder zwei und gingen wieder raus zum richtig spielen. Dem Publikum hat es gut gefallen und da schon Gerüchte kursierten, dass wir dieses Jahr nicht spielen, waren schon manche zuhause und die wo dort waren haben nicht mehr mit uns gerechnet. Also ist die Überraschung gelungen und es wurde noch ein ganz amüsanter Abend in der Bar. Es ging bei weitem nicht so lang wie es schon ging und auch gab es dieses Jahr keine Flädla bei Oggers, da wir dieses Angebot dankend abgelehnt hatten, weil wir nicht wussten, ob wir in Altheim spielen.
Der Morgen des 27.01.2008 begann für uns mit einem Kässpätzla-Essen bei Bösches in Biberach. Beate hat wunderbares Essen gemacht. Allerdings waren noch nicht alle so fit und fühlten sich nicht in der Lage schon feste Nahrung zu sich zu nehmen. Da half auch kein grüner Tee. Aber als wir in Eberhardzell angekommen waren, waren wieder alle fit. Das Wetter war gut und mit einer Startnummer in den 20ern konnten wir auch sehr zufrieden sein. Es waren viele Leute auf dem Umzugsweg, so wie man es eben von Zell gewöhnt ist. Nach dem Umzug sind wir in die Post, haben dort aber nicht gespielt. Es war einfach zu voll dort. Erst später, als wir schon am gehen waren, fanden wir einen Saal, wo wir hätten spielen können. Aber das hatte sich ja dann auch schon erledigt gehabt. Auf irgendeinen Hinweis hin sind wir zu einer Privat-Party und haben dort im Keller gespielt. Es war eine gemütliche Kaffeerunde und wir wurden prächtig mit Kaffee und Kuchen versorgt. Unser Versuch im Feuerwehrhaus zu spielen scheiterte dann noch daran, dass dort fast keine Gäste mehr waren. Also fuhren wir heim. Ein paar sind noch zur fröhlichen Einkehr in Schemmerhofen in den Adler bevor der Sonntag zu Ende ging.
Der Glombige war dieses Jahr am 31.01.2008! Es kommt schon selten vor, dass wir im Januar in das letzte Fasnetswochenende starten. An dem Tag trafen wir uns um 20 Uhr zum Düsschen Essen im Alten Bahnhof. Es gab davor auch keinen Stress mit Leuten abholen usw., da Thommy das Zügle schon am Montag nach dem letzten Wochenende von Fischbach nach Schemmerhofen gefahren hat. Also konnten wir uns richtig ausgeruht unsere Düsschen schmecken lassen, aber als es daran ging zu überlegen, wo wir noch spielen, stellten wir mal wieder fest, dass keiner mehr fahren darf. Also haben wir die Idee nach Ehingen zu gehen gleich mal verworfen und sind ins Feuerwehrhaus nach Schemmerhofen. Dort gab es dieses Jahr gar keine Zwei-Mann-Band, sondern der Kommandant Made Musch machte DJ. Somit war die Musik vor und nach unserem Auftritt schon besser als die Jahre davor. Es fiel auch auf, dass im Feuerwehrhaus anders aufgebaut war als sonst. Innerhalb kürzester Zeit fanden wir uns dennoch zurecht und lieøen uns nach einem gelungenen Auftritt den Kasten Bier von der Feuerwehr schmecken. Das war es schon musikalisch an diesem Abend und die Musiker zerstreuten sich im örtlichen Fasnetsgetümmel. Die ein oder anderen fanden sich irgendwann in der Linde oder bei Volzes wieder und die anderen wurden erst am nächsten Tag wieder gesehen.
Da stand er nun nämlich an. Der Hausball in der Linde am 01.02.2008! Es war mal wieder ein grandioser Abend an dem wir zweimal gespielt hatten. So kam es auch, dass wir alles aus unserem Repertoire zum Besten gaben, was sonst nur an der Zügles-Party der Fall ist. Den Leuten hat es gefallen und wir fanden es auch total dufte. Als unsere Getränke-Märkchen alle waren, haben wir einfach Setze geweckt, dass er uns mehr gibt. Das hat auch gut funktioniert! Es war ein echt guter Hausball, auch wenn ein paar vom Bedienungspersonal noch vom Glombigen angeschlagen waren. Sie hielten doch tapfer durch.
Am Sa. den 02.02.2008 machten wir uns schon mittags daran unser Zügle abzubauen. Als gut eingespieltes Team war das kein Problem. Wir wurden auch durch frische Küchla von Thommy´s Schwiegermutter bei Kräften gehalten, so dass der Abbau züglig voranging. Abends waren wir bei Miche´s Freundin Beate zum Vesper eingeladen. Es gab Fleischküchla mit Salat & Knauzen. So gestärkt machten wir uns auf den Weg nach Warthausen, wo schon eine ganze Halle voller Leute auf uns gewartet hat. Wir spielten ganz normal, aber es durfte niemand auf die Tische. Vermutlich sind nun alle alten Tische weg und es ist ihnen noch zu teuer die neuen Tische einzubüßen. Es war dieses Mal eine andere Band in Warthausen und es war recht verwunderlich, dass sie pünktlich um 3 Uhr dicht machten. So kamen wir doch noch zu einer ganz vernünftigen Uhrzeit ins Bett, was aber auch gar nicht schlecht war in anbetracht der Dinge die noch kommen sollten.
Denn nun am Sonntag den 03.02.2008 lachte die Sonne als wir uns am Bahnhof in Ehingen trafen. Der Zug fuhr gegen 10.45 Uhr los in Richtung Rottweil. Bei unserem Zwischenstopp zum Umsteigen in Tuttlingen konnten wir uns mit Bier, Pizza und Asiatischem eindecken um nach der Ankunft in Rottweil gestärkt für den langen Marsch vom Bahnhof in die Innenstadt zu sein. Als wir den Gasthof Löwen gefunden hatten bezogen wir unser Quartier und stimmten uns im rosarot gestrichenen Saal des Hauses mit ein paar Sekle (gemeint war Sekt) auf die traditionelle Fasnet in der ältesten Stadt von Baden-Württemberg ein. Als wir uns ins Getümmel wagten trafen wir gleich zwei Narren-Biddel die uns instruiert haben, was wir tun dürfen und was nicht. Durch die beiden bekamen wir auch die Info, dass durch das Schwarze Tor hindurch die Partymeile von der Rottweiler Fasnet sei. Also nix wie hin und gleich rein ins Rössle. Dort haben wir erstmal ein wenig eingekehrt, bevor wir noch spielten und gut entlohnt wurden. Was allerdings sofort bemängelt wurde war das, dass wir den Rottweiler Narrenmarsch nicht spielen konnten. Nun ja, jede Kapelle spielte immer und überall und nur den Rottweiler Narrenmarsch. Deshalb fanden wir es nun nicht so schlimm, dass wir ihn nicht konnten und auch noch immer nicht können. Vom Rössle aus ging es weiter in eine Kneipe rein, gespielt, Schnaps getrunken und wieder raus. Schließlich wollten wir ein paar verschiedenste Lokalitäten kennenlernen. Daraufhin landeten wir im Goldenen Apfel wo wir aber schon unseren ursprünglichen Plan verließen und ein wenig versumpft sind. Es war aber auch nett. Präse wurde spontan für ein Jahr Mitglied bei der Rottweiler Narrenzunft, da er doch tatsächlich einen der Macher der dortigen Fasnet gefunden hatte. Nachdem es uns dort echt gut ging und ein Gast noch eine Runde Schorle Rot-Sauer ausgab, spielten wir natürlich noch eine kleine Runde. Unser weiterer Weg führte uns in eine Bar für eher Jüngere wo wir nach dem Spielen eine Runde selbstgebrannten Schnaps bekamen. Anschließend war eine Aussprache unter den Musikern nötig, da es Uneinigkeiten über die Auswahl der Kneipen gab. Als das geklärt war spielten wir in einem Irish Pub. Durch fragen bei der Bevölkerung bekamen wir den Tipp ins ehemalige Kloster zu gehen. Dort spielten wir dann noch eins im Innenhof, gingen aber nicht hinein. Somit machten wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft, wo einige auf dem Weg dorthin in einer Spielothek Bockwürste aßen. Den Rest trafen wir in der Bar unseres Gasthofes. In dieser Recht suspekten Bar waren ein paar Gäste mit Migrationshintergrund und eine alternde Bedienung. Es war zwar lustig, vor allem da einer von uns von einem russisch stämmigen Gast angegraben wurde, aber nichts desto trotz wollten wir ein Taxi um noch einen Abstecher in eine andere Bar zu machen. Als das Taxi mal da war stellte sich raus, dass diese Bar sonntags geschlossen hat. Somit hatte sich das erledigt und alle außer drei gingen zu Bett. Diese drei besuchten nochmals das ehemalige Kloster, wo es doch auch ganz nett war. Nachdem diese getanzt, gegessen und getrunken hatten, gingen auch die zu Bett.
Tags darauf, am 04.02.2008 kam manch einer schon sehr früh aus den Federn und konnte sogar den Sonnenaufgang betrachten. Natürlich dann auch den Beginn vom Umzug um 8.00 Uhr. Andere nutzen jede Minute, die sie länger im Bett bleiben konnten. Als sich alle gesammelt hatten machten wir uns auf den Weg um ein wenig die Stadt zu erkunden und nahmen unseren Kaffee und das erste Bier in einer richtig miesen Kneipe ein. Nach diesem ersten Schock des Tages kamen wir auf die Idee auf den Hochturm zu steigen und von dort herunter auf die Stadt zu spielen. Es war gar nicht so einfach aber schlussendlich hielten wir den Schlüssel für diesen 54 Meter hohen staufischen Buckelquaderturm aus dem 13. Jahrhundert in den Händen und stiegen hinauf. Die Aussicht von dort oben ist gigantisch und wir hatten einen schönen Blick auf das närrische Treiben solange wir auf dem Turm musizierten. Beeindruckt von der Aussicht stiegen wir wieder hinunter und gingen ins Rössle zum Mittagessen. Natürlichen gingen wir dort nicht, ohne noch einmal gespielt zu haben. So langsam war es Zeit ans Abreisen zu denken, weshalb wir wenigstens schon mal unser Gepäck aus der Unterkunft holten und uns so ganz langsam in Richtung Bahnhof aufmachten. In der Wirtschaft "Zum Becher" spielten wir noch ein wenig auf und tranken wieder Sekt. Nun wollten wir noch zu einer Party, die wir aber nicht gefunden haben. Somit gingen wir also doch zum Bahnhof. Lars fuhr gleich von Rottweil in Richtung Mannheim und wir nahmen unseren Zug Richtung Ehingen. Natürlich hatten wir wieder Aufenthalt in Tuttlingen, aber da wussten wir ja bereist, wohin. In Ehingen angekommen war dann auch jedem Klar, dass es das nun für uns mit der Saison 2008 war. Fast jeder ging heim und nur noch ein paar einzelne sah man auf dem Rosenmontagsball und tags darauf in Uttenweiler. Aber somit war nach der Zugfahrt die mal wieder richtig erfolgreiche Saison 2008 gelaufen.
Am 30.04.2008 fand wie immer unsere traditionelle Generalversammlung statt. Wir hielten diese wie immer bei Justenes in der Hütte ab und ließen in unsere Gedanken noch mal die Saison an unserem geistigen Auge vorbeiziehen. Wohlwissentlich, dass es in diesem Jahr noch zu einem gemeinsamen Auftritt kommen würde. Und wie der kam!
Am 02.08.2008 fuhren die meisten von uns mit einem Sprinter zum "Hohen Darsberg" bei Neckarsteinach. Die anderen Musiker kamen mit dem Auto. Wir waren freudig überrascht, über diese tolle Hochzeits-Lokalität. Es war ein großes Gebäude mitten im Wald auf einer riesigen Lichtung. Schon die Adresse sprach Bände: Außerhalb 1
Wir bezogen unsere Unterkünfte und richteten uns für die anstehende standesamtliche Trauung von Lars & Yvonne. Diese fand bei strahlendem Sonnenschein auf einer Wiese vor dem Gebäude statt. Da sich die beiden aufgrund unsers Zügles Ausflugs nach Köln im Jahr 2005 kennengelernt hatten, stand das "verHEERendES MUSIKKORPS" im Mittelpunkt der Rede des Standesbeamten. Uns wurde somit unmissverständlich klar, dass das Glück von Lars & Yvonne erst wir ermöglicht haben. Mit diesem Gedanken und somit auch mit Stolz geschwellter Brust ging es nach der Trauung an die Hochzeitsfeierlichkeiten. Da der Hohe Darsberg speziell für das Ausrichten von Hochzeit bekannt ist, haben die Betreiber natürlich alles bestens im Griff und können die Gäste immer wieder aufs neue Überraschen. So nahmen wir Kaffee und Kuchen auf der Dachterrasse ein, unterhielten uns mit den Gästen, der Verwandtschaft und eben allen die auch bei der Hochzeit waren, obwohl sie nicht so direkt wie wir für das Glück dieser zweien verantwortlich sind. Als es Abend wurde und schon viele Bilder geschossen worden sind und die Luftballons in den Himmel gestiegen sind, ging es zu einer kleinen Waldwanderung an deren Ziel die Suppe als ersten Gang des Abendessens gereicht wurde. Unsere Befürchtungen, dass wir nun den Hauptgang selbst erlegen müssen, bewahrheiteten sich nicht. Dieser und alle weiteren Gänge wurden im festlich geschmückten Festsaal des Hauses eingenommen. Es baute ein Band auf, Freundinnen der Braut machten Spiele und manch einer hielt eine Rede. Als dieser offizielle Teil vorbei war, ging es nur noch um das Feiern. Da das Wetter super war, spielte sich die ganze Feier auf der Dachterrasse ab. Unseren herbeigesehnten Auftritt begannen wir mit einer Fanfare. Nicht wie so oft, dass die Trompeten von oben nach unten spielen, sondern Große und kleine Trommel standen auf die Dachterrasse und die Trompeten spielten von unten nach oben hinauf. Es folgte Brazil bis alle Musiker auf der Dachterrasse waren und wir begannen mit dem Programm. Nach 2-3 Stücken bekam Lars seine heißgeliebte Trommel und es wurde in voller Besetzung eine ganze Zeit lang gespielt. Somit konnten nun auch die von ganz Deutschland zusammengekommenen Freunde und Verwandte des Brautpaars einen kleinen Einblick davon bekommen, was es mit dem Zügle auf sich hat.
Tags darauf, nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns wieder auf den Heimweg. Das war nun definitiv der letzte Auftritt im Jahr 2008. Und wir sind alle gespannt, was denn die nächste Saison so alles bringen wird.