Die Saison 2006 startete wie gewöhnlich mit dem Probenwochenende in Schussenried am Wochenende vor Weihnachten 2005. Die Höhepunkte der Saison 2006 war unsere dritte Zügles-Party und unser zweiter Ausflug nach Köln. Ungewöhnlich war schon fast, dass keiner geheiratet hat!
In dieser Saison hatten wir seit langer Zeit einmal wieder einen Neuzugang. Manuel unterstützt seither das Posaunenregister, da Oli durch seine neue Aufgabe nicht immer bei uns sein kann. Außerdem vertrat in der Saison 2006 Jochen unseren großen Trommler Bösche, der über die ganze Saison in Australien war.

Stücke

Neu:
Ich war noch niemals in New York

Reaktiviert wurde:
Muppet Show

 

Auftritte


28.01.2006 Hausball in der Unheilbar
10.02.2006 Zügle Party
11.02.2006 Dorffasnet Heudorf
12.02.2006 Umzug Schemmerhofen
17.02.2006 Nachtumzug Ingerkingen
18.02.2006 Dorffasnet Äpfingen und Altheim
19.02.2006 Umzug Oberdischingen
23.02.2006 Glombiger, Auftritt Moonlight und Oberstadion
24.02.2006 Hausball Linde
25.02.2006 Leo Warthausen
26.02.2006 Karneval in Köln
27.02.2006 Rosenmontag Köln

 

Ereignisse und Eindrücke


Traditionell startete die Saison 2006 mit dem Probenwochenende in Bad Schussenried im Neuen Kloster, dessen Bezeichnung auf den barocken Neubau der Klosteranlage, geplant durch Dominik Zimmermann, ab dem Jahr 1752 verweist, vom 16. - 18.12.2005. Dieses Mal war alles anders als zuvor. Das Kloster wurde nicht mehr richtig bewirtschaftet, weshalb wir Selbstverpfleger waren. Den Zugangscode hatten wir von dem zuständigen Herren vom Amt für Schlösser und Gärten. War klar, dass da was schief läuft! Und so war es auch nicht verwunderlich, dass wir den falschen Zugangscode hatten und erst nach einer langen Telefonier-Aktion den mobilen Hausmeister vor Ort hatten, der uns hinein gelassen hat. Die Probenarbeit ging wieder vorzüglich vonstatten und auch der gemütliche Einkehrabend in der Brauereiwirtschaft der örtlichen Brauerei Ott war wieder sehr gelungen. Die Allianz spendete uns wieder richtig dufte Sachen von ihrem kalten Buffet und unsere beiden Neueinsteiger konnten sich ein Bild davon machen, wie hoch die Messlatte beim verHEERendES MUSIKKORPS liegt. Sie merkten, dass wir schon 12 Jahre Erfahrung und Training Intus haben. Zurück im Kloster vergnügten wir uns noch mit lustigen Spielen im Schnee und dem üblichen Beisammensein. Es war wieder sehr produktiv und rüstete uns mit den nötigen Grundlagen für die Aufgaben, die vor uns standen!
Vertieft wurde unser erlerntes in noch weitern Proben im Januar, bevor dann am 28.01.2006 unser erster Auftritt anstand. Wir starteten den Abend mit einer gemeinsamen Probe, bei der wir uns auch umzogen. Anschließend fuhren wir nach Biberach in die Unheilbar um beim dortigen Hausball zu spielen. Wir waren nicht angemeldet, sondern kamen einfach so vorbei. Die Verantwortlichen freuten sich riesig als wir auftauchten und zum warm machen ging es erstmal in die Küche zum Jägermeister trinken und den Ablauf des Auftritts zu klären. Als klar war, wer wo seinen Platz einnimmt wurden wir angesagt und Chri kam über die Seilbahn auf die Bar gefahren und unser Spiel begann. Es war ein ganz netter Auftakt-Auftritt, auch wenn nicht das ganze Publikum soviel Spaß daran hatte wie die Macher der Unheilbar.
Den Rest des Abends verbrachten wir anschließend auch in der Unheilbar, bei Freigetränken und ganz guter Stimmung.
Unser nächstes Beisammensein war am 04.02.2006 um das Zügle aufzubauen. Leider konnten wir da nur den Wagen aufbauen, da Hugo noch keinen TÜV hatte. Der wurde ein paar Tage später noch aufgebaut.
Am 09.02.2006 begannen wir mit dem Aufbau für die Zügles-Party. Erstmals wagten wir den Versuch, nicht in Muchl´s Garage, sondern im Kohleschuppen beim Alten Bahnhof zu feiern. Die Vorteile lagen klar auf der Hand. Wir mussten kein Zelt aufbauen und es gibt dort keine Nachbarn, die sich durch den Partylärm gestört fühlen könnten. Wie gewohnt bauten wir eine Schaltafelbar ein und schmückten den Raum der Jahreszeit entsprechend. Tags darauf, am 10.02.2006, vollendeten wir den Aufbau im Kohleschuppen, die Getränke kamen und wir heizten schön vor. Das alles hat sich auch gelohnt denn als abends die Party ins Rollen kam, waren unsere 6 Bedienungskräfte gut ausgelastet, der Kohleschuppen war angenehm gefüllt und wir hatten ein Super Publikum bei unserem zweimaligen Spielen. Wegen der schlechten Witterung konnte leider der ein oder andere Gast nicht an dieser grandiosen Veranstaltung teilnehmen. Aber alle die den Weg zum Kohleschuppen gefunden hatten, waren froh dabei gewesen zu sein und gingen als glückliche Menschen zu später Stunde nach Hause.
Am 11.02.2006 haben wir zunächst die Überreste der Party beseitigt und den Kohleschuppen in seinen Ursprungszustand zurück versetzt. Die angebrochenen Schnapsflaschen haben wir dem Gasthaus zur Linde gestiftet. Andi Moll hat in diesem Jahr einen Auftritt für uns in Heudorf organisiert. Zu diesem fuhren wir abends und waren gespannt, was uns denn dort so erwarten sollte. Als wir endlich gefunden hatten, wo das Zentrum des Feierns war, stellten wir fest, dass es sich um eine Dorffasnet im größeren Stil handelte. Nicht nur im Gemeindehaus, nein, auch im Feuerwehrhaus, einem Geräteschuppen und in einem ehemaligen Stall wurde gefeiert. Wir waren für eine bestimmte Uhrzeit im Gemeindehaus gebucht und wir waren pünktlich vor Ort. Uns wurde gesagt, dass wir zu dem Zeitpunkt, zu dem wir gebucht waren, noch eine Chance hätten gut rüber zu kommen, da nach uns die Lokalmatadoren, die Räuber-Gäng aus Ebenweiler, spielt und danach jede andere Band nicht mehr so gut rüberkommen würde. Nun ja, wir spielten also zum genannten Termin und unserem Auftritt folgte die Räuber-Gäng, eine Guggenmusik aus St. Gallen und eine Lumpen-Kapelle. Spätestens nach dem letzten Vortrag war geklärt, wer die Beste Band an Fasnet ist! Somit spielten wir auf Antrag von ein paar Ertinger Glocken-Säger um 0 Uhr ein Geburtstagsständchen. Sie entlohnten uns dafür vorzüglich mit einem Kasten Bier. Danach besuchten wir noch die anderen Locations, spielten aber nicht mehr. Zurück in Schemmerhofen gingen noch ein paar wenige in die Halle und als dort nichts mehr los war, verschlug es noch mal weniger zu einer Geburtstagsparty, die ein netter Ausklang des ereignisreichen Abends war.
Am 12.02.2006 begann für ein paar von uns der Tag beim Narrenfrühschoppen in der Halle. Zur Mittagszeit trafen wir uns alle in der Schulturnhalle beim Zunftmeisterempfang, wo wir auch nach dem offiziellen Teil spielten. In dieser kleinen und feinen Runde ist es immer wieder sehr schön zu spielen. Auch die Verköstigung mit Maultaschensuppe und Bier ist vorzüglich. Dort hielten wir es auch ein Weilchen aus, um dann direkt von dort zum Aufstellungsplatz zu gehen. Wie immer spielten einige von uns mit ihren Heimatvereinen mit. Dieses Mal hat es aber für die Schemmerhofener gereicht noch am Aufstellungsplatz auf dem Zügle zu sein. Die Altheimer stießen dann etwas später noch dazu! Dieses Mal gab es dankenswerterweise ein Schnaps von treuen Fans während dem Umzug. Lecker!!
Nach dem Umzug tummelten wir uns eine Weile in der Linde und spielten dort. War ein guter Auftritt mit Publikum das gut dabei war. Das war's dann für den Tag mit Spielen. Jeder tummelte sich noch nach belieben in der Halle oder der Laia-Disco und als dort alles zu war, verschlug es noch ein paar in die Linde um die Nacht gemütlich ausklingen zu lassen.
Nach ein paar Tagen Schonzeit ging es für uns am 17.02.2006 nachmittags mit dem Zügle von Schemmerhofen über Altheim nach Ingerkingen. Die gewohnte Strecke. Dachten wir zumindest. Denn bei unserer gemütlichen Einkehr im Stegenhofstüble bekamen wir eine Einladung zum Schnaps trinken bei einem Gast zuhause. Wir sagten zu, da wir dachten, dass dem sein Haus aufm Weg zum Aufstellungsplatz ist. Dem wäre auch so gewesen, wenn der Aufstellungsplatz dort gewesen wäre, wo er in den Jahren vor dem letztjährigen Jubiläum auch war. Tja, die Ingerkinger waren wohl der Meinung, dass der andere Aufstellungsplatz besser sei. Somit hatten wir uns mal ordentlich verfahren und haben es gerade noch geschafft, Just-in-Time in den Umzug einzuscheren. Das Umzugspublikum war fröhlich. Nach dem Umzug fuhren wir als letzte ein Stück des Umzugsweges noch mal, da wir ja zu Präse´s Godde mussten, um das Zügle zu parken. Dort gab es wie gewohnt die leckeren Nussschnecken und Glühwein. Leicht bedudelt spielten wir natürlich auch wieder zum Dank für Speis und Trank ein Ständchen. Schnurstracks führte uns unser weiteres närrisches Treiben ins Probelokal. Ganz ungewohnt war es dort aber schon, da viel weniger los war, als wir es von den Jahren zuvor gewohnt waren. Dennoch verbrachten wir dort etwas Zeit, bevor wir in der Halle unser Bestes gaben. Die Stimmung in der Halle war ausgelassen und den Leuten gefiel es richtig gut! Gemeinsam tranken wir unseren Kasten Bier, den die Veranstalter uns zukommen ließen und danach verteilten sich die Zügles-Mitglieder auf Halle, Probelokal, Barzelt und Sportheim.
Am 18.02.2006 begann der Fasnets-Tag damit, dass Lars, Andi, Chri und Miche das Zügle von Ingerkingen nach Risstissen überführten. Miche fuhr das Zügle, Lars war Beifahrer und Chri & Andi steuerten den Fluchtwagen bzw. das Abholfahrzeug. Um die Fahrt nicht allzu langwierig zu machen, legten die vier einen kurzen Boxenstopp beim Wiese in Westerflach ein. In Risstissen durften wir unser Zügle wieder beim Alban Stolz daheim parken. Aufm Rückweg brauchten die vier wieder einen Halt und zwar in der Rose in Obersulmetingen zum Düsschen essen, wo auch Oli zu der kleinen Gruppe dazustoß. Abends traf sich das ganze Zügle in der Linde, wo wir mit einer Nagelrunde den Abend einläuteten. Unser erster Auftritt an dem Tag war dann in Schemmerberg beim 30er von Silke. Die Räumlichkeiten im Schloss sind sehr gut zum Feiern geeignet. Um 0 Uhr hatte dann noch Done seinen 39sten Geburtstag, so dass sich Ständchen und Feier schon gelohnt haben! Nun ging es weiter nach Äpfingen in die Halle. Den Auftritt hat uns Andi Moll besorgt. Vermutlich kamen wir gerade zu einem falschen Zeitpunkt, aber die Stimmung war am Boden. Als wir merkten, dass wir daran auch nicht sehr viel ändern können, haben wir aufgehört zu spielen und uns den Kaltgetränken in der Bar zugewandt. Alles in allem waren wir nicht lange in Äpfingen und sind gleich weiter nach Altheim in die Halle, wo uns begeistertere Gäste erwarteten. Da Robbe an dem Abend beim 30sten Geburtstag seines Bruders war, hatten wir eh nur 3 Trompeten und leider verließ uns Präse nach Äpfingen, da ihm sein Herpes so sehr zu schaffen machte, dass er nicht mehr spielen konnte. Also spielten wir in Altheim nur mit 2 Trompeten, die aber absolut ihr Bestes gaben. Als kleinen Gag haben wir vorher ausgemacht, dass während dem Saxophon-Solo ein paar die gerade nichts zum spielen haben, in der Bar eins trinken. Das machte vor allem Chri zu schaffen! Aber natürlich stand er dieser enormen Belastung stand, sodass auch dieser Auftritt ein voller Erfolg wurde. Die Altheimer hatten eine Art Styropor-Flips-Regner-Anlage installiert, wodurch unser Spiel einen Hauch Winter-Wonderland versprühte. Nach dem üblichen Besuch der Bar und als dann die Halle geschlossen hatte, sind noch ein paar von uns mit zum Thommy um sich an der leckeren Flädlessuppe seiner Frau Patricia zu laben. Immer wieder eine Gaumenfreude!
Am 19.02.2006 trafen wir uns schon morgens beim Thommy um gemeinsam nach Risstissen zu fahren. Dort angekommen fuhren der Fahrer, Andi und Thommy das Zügle nach Oberdischingen. Der dortige Umzug fand wieder bei schönem Wetter statt und war recht gut besucht. Nach dem Umzug spielten wir unserem Fahrer Andi ein Ständchen, da es der letzte Umzug der Saison war. Anschließend sind wir wieder in die Post zum einkehren und haben ein paar andere Gäste an unseren lustigen Spielen teilhaben lassen. Es war bei einem Gast fast erschreckend, wie gut er mitmachen konnte und wie schnell er verstanden hat, was wir machen. Wir glauben, der war früher auch schon recht lustig unterwegs. Nachdem wir uns vom Umzug ausgeruht und gestärkt hatten, spielten wir natürlich in der Post. Wir zogen dann nicht weiter sondern blieben noch beim einkehren dort und spielten zum Abschluss, als wir dann wieder viel zu Früh uns von Oberdischingen auf den Heimweg machten, nochmals in der Post. Leider fehlte an dem ganzen Tag Präse, da sich sein Herpes über Nacht nicht gebessert hatte. Zurück in Schemmerhofen sind Chri und Miche noch in die Linde und Präse stieß dort noch zu ihnen um etwas Fasnetsluft zu schnuppern. Nur gut, dass unsere roten Anzüge immer ganz fein nach Fasnet duften!
Den Glombigen starteten wir traditionell am 23.02.2006 mit einem Düsschen-Essen im Adler, Schemmerhofen. Dort überlegten wir auch, wo wir denn zum spielen hingehen könnten. Wir wollten mal in diesem Jahr ein wenig was anderes machen als die Jahre zuvor am Glombigen. Nachdem wir die mitgebrachten Zeitungen gelesen hatten und uns ausgetauscht hatten, was jeder so gehört hat, kam Oli. Dem teilten wir eine Nummer mit, unter der er anrufen und uns anmelden sollte. Hat er auch gemacht. Er schaute zwar etwas verdutzt als er hörte, wer sich meldet, aber wir waren gemeldet. Somit machten wir uns auf den Weg nach Laupheim ins Moonlight. Als wir dort waren wurde mit dem DJ ausgemacht, dass er den Disco-Fox-Jüngern eine Pause gönnt und wir konnten auf die Tanzfläche zum spielen. Wir haben selten solche Gesichtsausdrücke gesehen, wenn wir gespielt haben. Dieses fröhlich, lächelnde Strahlen in den Augen und Gesichtern der Zuhörer, das wir gewohnt sind, fehlte fasst komplett. Wir wurden von Leuten angeschaut, deren Gesichtsausdrücke von erstaunt bis verängstigt gingen und deren Gesamtbild etwas verschreckt auf uns wirkte. Wir fanden die Gäste dennoch recht putzig. Als wir aufhörten konnte man bei manchen das erleichterte Aufatmen hören, da sie nun wieder wussten wie sie sich verhalten sollen. Und als der DJ den nächsten Fox-Titel auflegte, waren alle wieder Glücklich zum Tanzen zu dürfen. Wir tranken noch eins aufs Haus, unterhielten uns mit ein paar Gästen ganz nett und verließen dann diesen Tanztempel wieder. Unsere Reise führte uns weiter nach Oberstadion. Es waren nicht mehr viele Gäste dort und auch der Bus mit den Warthauser Narren machte sich schon auf den Heimweg, aber dennoch spielten wir vor den noch verbliebenen Besuchern in der Halle. Es war ein ganz guter Auftritt. Beim Einkehren ging es dann auch noch eine ganze zeitlang an der Bar, bevor wir zurück nach Schemmerhofen fuhren, wo ein paar noch in die Mühlbachhalle sind. Als diese zu machte, öffnete der Alte Bahnhof und einige wenige gingen dort noch hin. Zu dieser späten Stunde an diesem schönen Orte versprach Oli ganz fest, uns auch in Zukunft an Fasnet nicht ganz alleine zu lassen, sondern zum Hauptwochenende einfach von Washington über den Atlantik zu fliegen um mit uns zu spielen! Nach dieser freudigen Aussage und ein paar Getränken im Bahnhof später, verschlug es den harten Kern natürlich noch ins Café Volz. So wie meistens!
Am 24.02.2006 lud Präse als Auftakt des Abends zum Weißwurst-Vesper in seinen Partyraum ein. Nach diesem deftigen Vesper spielten wir noch etwas das Stück "Hey, Kölle" an, legten es aber gleich wieder Beiseite und entschieden es nicht extra für unsere anstehende Reise nach Köln einzustudieren. Direkt vom Präse brachen wir auf um in der Linde den Hausball musikalisch zu umrahmen. In dieser gut besuchten Gaststätte spielten wir zur Freude der Menschen. Als gegen später der Bus der örtlichen Narrenzunft vom Nachtumzug in Ochsenhausen zurückkam, wurde es doch enger und heißer in der gemütlichen, manchmal auch leicht vulgären aber dennoch nicht niveauloser, Wirtschaft. In dieser vollen Kneipe spielten wir also noch ein zweites Mal an jenem Abend. Die Gage des Wirts war üppig und der Bacardi floss in Strömen. So ist es auch nicht verwunderlich dass es vorkam, dass einer eine Dame klar machte, die dann mit einem anderen die Lokalität verließ. Nun ja, zumindest machte es den Anschein! Oli vergaß leider sein Mundstück in der Linde. Also ein recht ereignisreicher, amüsanter und nachahmungswürdiger Abend.
Schon am 25.02.2006 bauten wir nachmittags unser traditionelles Zügle ab. Abends trafen wir uns beim Andi Moll daheim, wo es was zu trinken gab. Andi hatte für die-sen Abend für uns einen Auftritt in der Räuberhöhle, Altheim, ausgemacht. Also gingen wir auch irgendwann hin und waren etwas erstaunt, dass wir nur im eiskalten Zelt Platz nehmen durften, von der angekündigten Pizza weit und breit nichts zu sehen war, da der Nachschub nicht geregelt war und es von Anfang an den Anschein machte, wie wenn es sich um eine etwas sonderbare Party handeln würde. Deshalb verließen wir hungrig und durchgekühlt das bitterkalte Zelt und gingen spontan in den Adler nach Schemmerhofen zum essen. Nach einer lustigen Zeit mit Essen und Trinken fuhren wir nach Warthausen. Die normal dort stattfindende Hallenfasnet fand in einem anderen Rahmen und in einer anderen Location statt, da die Halle wegen den Rissen in den Leimbindern gesperrt war. Vermutlich waren die Risse schon lange dort, aber nach den in diesem Winter vorgefallenen Zwischenfällen, ging die Gemeinde natürlich kein Risiko ein. Das Leo, wo die Fasnet nun stattfand, war aber doch auch ein ganz guter Rahmen um zu spielen. Es war ein richtig guter Auftritt bei dem Präse den Chri am Gürtel halten musste, damit dieser nicht während dem Solo von Peter Gunn vom Tisch fällt. Auch Xande sicherte die gefährlichen Stellen, die so ein Biertisch mit sich bringt, großflächig ab, damit ja nix passiert. Und dann sahen wir erstmals, dass es möglich ist, komplett freihändig Saxophon zu spielen. Auch nach dem Spiel war der Abend sehr nett und lustig. Jochen, Lars und Chri hatten irgendwoher einen Fahrer organisiert und kamen mit diesem nach Schemmerhofen. Ohne Oli und Miche was darüber zu sagen, die dann doch etwas verloren waren und den Weg nach Schemmerhofen zu Fuß antreten mussten.
Jedem war klar, dass am 26.02.2006 um 12.13 Uhr der Zug von Warthausen und ein paar Minuten später von Schemmerberg in Richtung Köln abfahren würde. Das dachten zumindest die 11 Musiker vom Zügle, als sie in Schemmerberg am Bahnsteig standen und auf den Zug warteten. Also war klar, dass die fehlenden zwei eben in Warthausen einsteigen würden. Als wir nun im Zug saßen und feststellten dass Lars und Jochen nicht mit dabei sind, huschte schon beim ein oder anderen ein leichtes Schmunzeln übers Gesicht. Etwas später telefonierten wir dann auch mit den beiden und es stellte sich heraus dass sie seit 11 Uhr morgens in Warthausen direkt neben dem Bahnsteig im Knopf & Knopf saßen und nicht in der Lage waren selbständig um 12.13 Uhr in den Zug einzusteigen. Sie warteten wohl immer noch auf ein paar Rote. Es kam also so, dass sie eben den Zug zwei Stunden später nehmen mussten. Trotz diesem Verlust hatten wir eine lustige Zugfahrt im Bistrowagen des ICEs der Deutschen Bahn. In Köln angekommen waren wir froh, dass wir die kleine Trommel vom Lars und die große Trommel vom Jochen dabei hatten, so konnten wir wenigstens wieder im Bahnhof spielen. Manuel übernahm die große und Miche die kleine Trommel. Es war wieder ein richtig guter Auftritt mit einem riesigen Publikum und Wahnsinns Hall. Nur schickte uns dieses Mal nicht die Bahnpolizei raus, sondern die richtige Polizei. Nun ja, zogen wir eben weiter. Wir gingen in das uns bekannte und schon recht vertraute Früh um dort auf Lars und Jochen zu warten, die dann 2 Stunden später auftauchten und sich persönlich bei jedem mit einer Rose entschuldigten. Wir waren uns dann einig, dass wir woanders hin wollten, wussten nur nicht wohin. Ein paar waren für die Altstadt, manche wollten was anderes erkunden und wieder anderen war es egal. Dies führte dazu, dass wir recht plan- und ziellos durch die Gegend liefen, bis uns eine ältere Frau unter ihre Fittich nahm. Sie meinte, dass es in der Südstadt für uns ganz gut sein könnte und geleitete uns dorthin. Wir fanden auch eine ganz schnuckelige Kneipe, in der wir zweimal spielten. Dazwischen war natürlich großzügiges Trinken angesagt und wir trafen ein paar aus dem Süden der Republik. In einer anderen Kneipe wollten wir dann auch noch spielen, weshalb wir diese Stätte verließen und uns umschauten. Wir fanden auch noch was nettes, wo wir ebenfalls an diesem Abend noch zweimal spielten. Dazwischen waren wir in unserer Mission der Völkerverständigung unterwegs und knüpften Kontakte zu Rheinländern. Als in der Südstadt so langsam die Lichter ausgingen, ließen wir uns mit dem Taxi in die Altstadt zum Heumarkt fahren. Dort fanden wie eine spanische Kneipe die offen hatte und eine Ausschanklizenz besaß. Diesen glücklichen Umstand nutzen wir just, um uns dort niederzulassen. Leider fiel dem ein oder anderen dabei das eine oder das andere oder auch mal beide Augen zu, was dem Wirt nicht gefiel. Wir konnten dennoch eine ganze zeitlang dort sein, bis auch diese Kneipe schloss. Tatsächlich fanden wir am Rheinufer dann nochmals eine Kneipe, die eine Weile offen hatte. Als die kurz vor 7 Uhr dann auch dicht gemacht hat, entschieden wir uns dafür, so langsam mal nach Frühstück zu schauen. Leider konnte das Maritim aus Platzgründen uns nicht bewirten, denn die waren total ausverkauft und man konnte meinen, dass alle 700 Gäste ganz bestimmt innerhalb der nächsten paar Minuten geschlossen zum Frühstück erscheinen. Nun ja, haben wir uns für ein anderes Hotel entschieden. Dort gab es ein total leckeres Frühstücksbuffet mit allem was so dazu gehört. Frisch gestärkt und voller Tatendrang zog es uns wieder hinaus auf die Gassen. Wir schauten kurz in den Dom, den noch nicht jeder von uns gesehen hatte und ließen uns kurz von einem Photographen der DPA ablichten. Unsere Suche nach einer geöffneten Kneipe führte uns in eine eben solche wo wir ein wenig was tranken und entschieden, dass es nun wieder an der Zeit wäre zu spielen. Unsere Suche nach einer geeigneten Plattform brachte uns auf eine VIP-Tribüne, die noch nicht besetzt war. Da schon Leute unterwegs waren um sich die guten Plätze für den Umzug zu sichern, hatten wir auch Publikum, als wir diesen neuen Morgen mit unseren musikalischen Darbietungen begrüßten. Auf dem Weg zum Bahnhof spielten wir noch auf der Treppe zur Domplatte, wo wir auch gleich als Bildhintergrund für ein paar Touristen herhalten durften. Im Bahnhof fragten uns Polizisten, ob wir nicht mal was spielen könnten. Dieser Aufforderung kamen wir natürlich selbstverständlich nach und spielten ein weiteres Mal in dieser gut klingenden Bahnhofshalle. Dies war auch das letzte gemeinsame Spiel in der Saison 2006. Und schon ging es wieder mit dem Zug in Richtung Süden. Andi Moll und Miche waren zu dem Zeitpunkt die einzigen zwei beiden, die wenigstens bis Mannheim im Bistrowagen waren. Von dort bis Ulm mussten sich die zwei dann aber auch erholen. Am Abend des 27.02.2006, als wir wieder wohlbehalten zurück in Schemmerhofen waren, war die Zahl der Zügles-Mitglieder schon sehr geschrumpft. Nur noch Andi Moll, Chri und Miche trafen sich in der Linde um von dort aus später noch in die Halle zum Rosenmontagsball zu gehen. Am Fasnetsdienstag war die Quote noch schlechter, nur noch Chri und Miche waren in der Lage, nach Uttenweiler zum Umzug zu gehen. Dort statteten sie, wie es sich gehört, natürlich einen Besuch bei Bösches ab und erkundigten sich nach dem Wohlbefinden von Bösche, der zu diesem Zeitpunkt schon gut 5 Monate in Australien weilte. Doch auf für die beiden tapferen Spieler endete die Fasnet mit dem Aschermittwoch.

Am 24.05.2006 fand unsere alljährliche Generalversammlung in Justene´s Hütte an der Halde statt. Außer den alljährlichen Berichten gab es in diesem Jahr noch die Rede von Oli, der Wolle damit beauftragte auf seine Fasnetssachen aufzupassen, damit auch alles da ist, wenn er im kommenden Jahr zur Fasnet wieder zu uns kommt. In diesem Jahr gingen wir nach dem Interessanten Abend aber wieder nach Altheim zum Vatertagsfest. Es war schön den Vatertag wieder in einer uns bekannten Umgebung zu feiern. Allerdings wurde uns gesagt, dass es wohl das letzte Mal an dieser Stelle sein wird und ab dem kommenden Jahr das Zelt auf einem neuen Platz steht.
Da in diesem Jahr keine Hochzeit angesagt worden ist, war dies unsere letzte gemeinsame Aktivität in der Saison 2006!