Die Saison 2004 begann für uns wie meistens Anfang Dezember 2003 mit ein paar wenigen Orientierungsproben, um die Stücke auszuwählen, die wir beim daraufhin folgenden Probewochenende vor Weihnacht intensiv proben wollten. In dieser Saison hatten wir wieder jede Menge Spaß und auch wieder Auftritte in neuen Locations. Die Besonderheit in der Saison 2004 war die Zügles-Jubiläums-Party und der 30er von Robbe. Auch haben wir wieder traditionelle Auftritte gepflegt.

 

Stücke

Neu:
Winne-Maus
99 Luftballons

Gestrichen wurde:
Come on Aileen

Auftritte

31.01.2004 Zügle Aufbau
06.02.2004 Zügles-Jubiläums-Party
07.02.2004 30er von Robbe
08.02.2004 Umzug Schemmerhofen
13.02.2004 Nachtumzug Ingerkingen
14.02.2004 Altheimer Dorffasnet und Festabend Ingerkingen
15.02.2004 Umzug Ingerkingen
19.02.2004 Glombiger Donnerstag in Schemmerhofen
20.02.2004 Nachtumzug Emerkingen
21.02.2004 Halle Warthausen
22.02.2004 Umzug Þpfingen
23.03.2004 Zügle Abbau

Ereignisse und Eindrücke

Das erste große Ereignis der Saison 2004 war unser Probenwoche im Kloster zu Bad Schussenried. Dieses Mal fingen wir erst am Samstag an, blieben dafür aber bis Montag. Das Highlight war die Auflösung unseres Versteckspiels beim Ott. Wir versteckten verschiedene Gegenstände ein Jahr zuvor im Gastraum und nun musste jeder seinen Gegenstand wieder finden. Erstaunlich, dass doch tatsächlich die Hälfte von uns seinen Gegenstand wieder gefunden hat. Es war recht witzig, da auch noch andere Leute in dem Raum waren, als wir das Spiel auflösten.
Außerdem bot uns der Kellner eine kleine Show, als beim vorbeilaufen an der Tür, eine halbe Ente an der Türschnalle hängen blieb. Er fand sie natürlich zunächst nicht, da sie nicht auf dem Boden lag, sondern an der Türklinke baumelte.
Nach noch 2 Proben im Januar bauten wir am 31.01.2004 unser geliebtes Zügle auf.
Musikalisch starteten wir dann am 06.02.2004 bei unserer Jubiläums-Party anlässlich unseres 10-jährigen Bestehens. Es war eine gigantisch gute Party mit besonderen Gästen und viel Spaß. So folgte auch unser Bürgermeister Herr Eugen Engler nebst Gattin unserer Einladung. Auch McKies lies es sich nicht nehmen, bei uns zu spielen. In altbewährter Manier haben ein paar von der örtlichen Landjugend dankenswerter-weise die Bewirtung übernommen. Das Festzelt war gut gefüllt und jeder hatte einen ereignisreichen Abend.
Tags darauf bauten wir ab und spielten Abends beim Robbe seinem 30er im St. Georg Raum in Aßmannshardt. Als Gast war dort auch Dause, der schon früher ständiges Mitglied beim Zügle war. Er schnappte sich eine Trompete und spielte mit uns mit. Erstaunlich, wie gut er noch immer spielt. Wir waren nicht die einzigen, die eine musikalische Darbietung brachten, nein, auch das Oberland Echo spielte auf.
Am 08.02.2004 begannen wir den Tag mit dem Spielen beim Zunftmeisterempfang in Schemmerhofen. Es war eine gewohnt gute Veranstaltung und als wir unser neues Stück Winne-Maus erstmals vortrugen, waren wir erstaunt, wie gut es ankam. Danach gings weiter zum Umzug. Da ein paar von uns auch bei ihren örtlichen Musikvereinen mitspielten, hatten diese Jungs ein wenig Mühe rechtzeitig am Aufstellungsplatz zu sein. Kurz gesagt, sie schafften es nicht. Die paar, die nicht spielten und schon auf dem Zügle waren versteckten sich darauf, da sie nicht spielfähig waren. Kurz nach der Tankstelle kam aber auch noch der Rest, sodass wir den restlichen Umzug wie immer spielen konnten. Wie hätte es aber anders sein können, der Journalist, der den Bericht für die Zeitung machte sah uns solange wir nicht spielten. Dies führte dann zum ersten größeren Bericht über uns in der Zeitung.
Nach dem Umzug spielten wir noch in der Waschanlage und danach zerstreuten wir uns. Von diesem Abend kann jeder seine ganz persönliche Story berichten. Sei es vom durchs Ort tragen von Personen, vom kennen lernen absoluter Traumfrauen oder eben vom zwanglosen festen in bekannter Umgebung.
Am 13.02.2004 ging es dann mit der Fasnet in Ingerkingen beim Nachtumzug weiter. Das Zügle fuhr seinen gewohnten Weg von Schemmerhofen über Altheim nach Ingerkingen mit dem traditionellen Stopp mit Einkehr am Stegenhof-Stüble und natürlich den obligatorischen Schnäpsen an den Haltestellen. Nach dem Umzug parkten wir das Zügle bei der Godde von Präse und bekamen wieder den leckeren Glühwein mit den unvorhersehbaren Auswirkungen. Beim spielen vor dem Haus fiel dann doch auf, dass unser Tenorregister beim Zunftmeisterempfang nicht nur Mineralwasser getrunken hat. Als wir uns auf den Weg Richtung Halle machten, brannte im Hirsch noch Licht. Deshalb sind wir rein und haben bei der dortigen Geschlossenen Gesell-schaft noch ein Ständchen gespielt. Dafür gabs Bier und Schnaps. Die Leute hatten eine riesige Freude und auch uns machte es Spaß. Anschließend spielten wir im Probelokal und verstauten danach die Instrumente, um der Dinge zu harren, die da kamen. Als wir Tags darauf von unserem Nachtlager beim Lars auf den Weg machen wollten, fehlte Chri´s Saxophon. Nach kurzer Suche fanden wir es im Probelokal des MV Ingerkingen. Wir durften es aber nicht mitnehmen, ohne mit dem Aufräum-Trupp ein paar Biere getrunken zu haben. Aber auch das schafften wir.
Am 14.02.2004 starteten wir unseren Abend in Altheim mit einem Ständchen bei Marianne Bailer. Manche von uns fühlten sich dort gleich so zuhause, dass sie duschen gingen. Leider waren wir erst gegen später vollständig, so dass nicht mehr alle der geladenen Gäste unser Spielen hörten. Bei dem Ständchen verbog sich auch Chri´s Saxophon, was Muchl aber kurz darauf in der Linde wieder hinbog. Bei unserem Aufenthalt wurde es Setze, dem Wirt, ganz Angst. Er fürchtete um seinen guten Ruf, da wir dort das Motto unseres Jubiläumsjahres 10 Jahr kleine Schwulitäten ganz nett auslebten. Danach gings wieder nach Ingerkingen. Ich muss dazu sagen, dass die NZ Ingerkingen 2004 ihr 11 jähriges Bestehen feierte und deshalb ein ganzes Festwochenende einlegte. Wir spielten dort nach dem Festprogramm in der Halle und brachten die Location zum kochen. Leider konnten wir die Stimmung dort nicht weiter auskosten, da uns schon wieder der nächste Termin einholte, nämlich das Spielen in der Halle in Altheim. Auch dort kam unser Stück Winne-Maus super an, da die als Indianer verkleideten Gäste sich endlich verstanden fühlten. Nach ausgiebigem Genuss der Bar-Getränke gingen wir zu Thommy nach Alberweiler. Seine Frau fuhr uns sogar dorthin und hatte für uns Unmengen Flädla vorbereitet, die wir zu großen Teilen genüsslich verzehrten. Der Rest war ebenso genüsslich, nur gabs den dann zum Frühstück.
Nach dem exzellente Frühstück am Morgen des 15.02.2004 ging es, wie könnte es anders sein, nach Ingerkingen. Eine kleine Abordnung von uns wollte nur ins Warme und ging deshalb in die Halle. Tja, dort wurden wir gleich persönlich von der Bühne aus begrüßt und wir bekamen sogar noch ein Gastgeschenk. Bürgermeister Engler stellte uns noch voller Stolz dem Landrat Schneider vor. Kurz daraufhin, als wir die Halle verließen, versetzte uns Präse´s Godde fast einen Schock da sie meinte, dass der Umzug bald anfängt (wir waren unter den ersten 5), keiner bei ihr zuhause ist, der Schlüssel für´s Zügle im Haus ist und das Zügle noch bei ihr im Hof steht. Kurz bevor wir in Panik ausbrachen sahen wir aber schon das Zügle am Horizont fahren. Derjenige, der es abholte wusste halt über die Schwachstellen eines in die Jahre gekommenen Bauernhauses! Nach dem Umzug spielten wir noch im Barzelt auf dem Tresen und ließen es uns dann noch gut gehen und den Tag ausklingen.
Weiter ging es am Glombigen Donnerstag, den 19.02.2004. Dieses Mal verspeisten wir die Düsschen in der Räuberhöhle in Altheim. Die Tiere schmeckten super, nur die Pommes waren recht salzig. Gleich darauf unterstützten wir wie in jedem Jahr den Musikverein Schemmerhofen beim Hemedglonker-Umzug. Und wie auch immer wieder, spielten wir im Feuerwehrhaus in Schemmerhofen. Die Stimmung war wieder recht ausgelassen, bis auf die zwei Musiker, die bis dahin gespielt hatten. Es gab fürs Spielen wieder Freibier und jeder gestaltete den Rest des Abends nach seinem persönlichen Geschmack. Entweder noch weiter im Feuerwehrhaus, in der Halle oder eben noch mal woanders.
Am Rueßigen Freitag begannen wir Nachmittags mit einem Vesper bei Grötzingers. Es fehlten Robbe und Xande, da die schon mit dem Zügle nach Emerkingen gefahren sind und beim Zunftmeisterempfang teilnahmen. Bei dem Vesper gab es richtiges Fasnetsfleisch (Tatar-Tatar-Tatar) und die zwei Trompeter genossen das Spanferkel. Als wir in Emerkingen ankamen kannte sich zwar keiner aus, aber wir fanden unser liebstes Gefährt auf Anhieb. Etwas sonderbar war für uns, dass als wir an einer Tribüne vorbeifuhren der Sprecher sagte: Dia saget mir sand koi Zunft, mir hand koi Häs ond koin Narraruaf, aber mir sand geil!. Später stellte sich dann heraus, dass das unser Schriftführer als Gag auf die Einladung geschrieben hat und die das aber gleich so übernommen haben. Nach dem Umzug landeten wir im Gasthaus Hirsch, wo im grossen Saal 13 freie Tische waren und wir das verhalten der anderen Gäste auskundschafteten. Denn jeder von uns setzte sich an einen Tisch, womit keiner mehr frei war. Es war schon recht lustig, als sich die anderen Gäste zunächst nicht trauten, sich irgendwo dazu zu setzen. In dem Saal spielten wir auch noch, wobei dieses Mal Wolle das Kommando hatte, da Oli nicht anwesend war. Mitglieder der NZ Emerkingen geleiteten uns dann noch in den Fetza-Stadl, wo wir ebenfalls spielten. Es war ein schöner Abend, wo wir neue Leute kennen lernten und wir die Gegebenheiten der dortigen Fasnet erleben durften. Nämlich dass dort beizeiten nix mehr los ist. Deshalb verkrochen wir uns schon relativ früh in unserem Nachtlager, dem dortigen Zunftheim. Tags darauf zogen wir Stöckchen, wer das Zügle zurückfahren muss. Tja, Xande hatte etwas Pech, denn er war wieder dabei. Die Jungs die mit dem Büsschen zurück fuhren, waren aber richtige Kumpels und versorgten die zwei mit Vesper und Getränken.
Am Samstag den 21.02.2004 starteten wir mit einem Vesper bei unserem Ex-Halt Wolfgang Specker. Er bekochte uns mit Spaghetti und er servierte lecker Bier und Bacardi. So gut gestärkt konnten wir dann in die Halle in Warthausen einfallen. Wir bezogen unsere Stammplätze auf den Fenstersimsen und brachten die Meute zum kochen. Auch nach dem Spielen war eine Klasse Stimmung in der Halle und wieder einmal waren wir bei den letzten. Dieses Mal beschränkten wir aber unsere sportlichen Aktivitäten auf das Bockspringen, da uns alles andere als zu gefährlich er-schien. Es folgte das übliche Gelage beim Bernd. Mit Vesper und Bacardi und Tags darauf Kaffee und eben alles, was das Herz in solche einem Moment begehrt.
Am Sonntagmorgen begaben wir uns rechtzeitig nach Äpfingen. Dort trafen wir auf diejenigen von uns, die die Nacht woanders verbracht haben. In diesem Jahr waren auffallend viele Leute am Umzugsweg, was uns zur Höchstform aufleben lies. Bei der anschließenden Einkehr im Adler versuchten wir auch noch mal das schon in Emerkingen erfolgreiche Tischspiel wieder aufleben zu lassen, war aber lang nicht mehr so lustig, wie in Emerkingen. Gegen Abend spielten wir traditionell im Sportheim. Dort ist es jedes Jahr noch voller. Und so langsam merkten wir an dem Tag, dass jeder von uns das Jubiläums-Motto recht gut verinnerlicht hatte. Es reichte uns, wenn wir uns hatten. Und wenn wir noch andere an unseren Freuden teilhaben lassen wollten, kam es doch ab und zu zu Missverständnissen. Aber das konnte uns nicht davon abhalten, weiter zu machen und unseren Freuden freien Lauf zu lassen. Als es dann so langsam leer wurde und wir ans nach Hause gehen dachten, fiel auf, dass kein Taxi mehr zu bekommen war. Also starteten wir unser Zügle und fuhren über das verschneite Ried nach Schemmerhofen. Klingt richtig idyllisch, was es zweifellos auch war, aber es war saukalt, der Schnee kam durch den extremen Wind quer zu den Fenstern herein und es war kein Weg zu sehen, nur zu erahnen. Da wir aber einen routinierten Fahrer hatten, war das alles kein Problem. Der sah auch schon von weitem, dass wir ohne Probleme mit unserem hohen Wagen durch die Unterführung passen. Ihm ist es deshalb zu verdanken dass wir alle gesund und wohlbehalten in Schemmerhofen angekommen sind, wo es zum Aufwärmen bei Muchl´s Betty eine absolut leckere Leberspätzla-Suppe gab.
Am Rosenmontag, den 23.02.2004 bauten wir unser Zügle ab und verstauten es erstmals im Stadel von Thommy´s Oma, da Juste unbedingt seinen Stadel erst richten möchte, bevor wir dort wieder das Zügle einlagern können.
Abends trafen wir uns in voller Montur mit Instrument in der Linde, da wir spontan entscheiden wollten, wie wir den Abend gestalten sollen. Es war ein schöner Abend im Gasthaus. Zwar spielten wir nirgends mehr, aber wir waren alle sehr zufrieden. Gegen später gingen wir noch zur lockeren Einkehr in die Halle und der Abend endete ohne Gelage oder irgendwelcher Eskapaden.
Am Fasnetsdienstag langte es wohl den meisten und so begab es sich, dass nur noch 2 vom verHEERendES MUSIKKORPS den Umzug in Uttenweiler anschauten. Die zwei hielten noch wacker den roten Anzug in den Wind und genossen zum letzten Mal in dem Jahr das närrische Treiben.
Die Generalversammlung fand dann am 19.05.2004 in der Hütte vom Juste an der Halde statt. Ein besonderes Highlight der Versammlung war zum einen ein schönes Gedicht vom Xande und zum anderen eine CD von Wolle. Dieser machte, ohne einem von uns etwas zu sagen, in Warthausen mit dem Mischer der Band klar, dass er uns aufnimmt. Und von dieser Aufnahme bracht Wolle eine CD mit und spielte sie uns vor. Dies war eine grandiose Überraschung.