Die Saison 2003 begann für uns Anfang Dezember 2002 mit ein paar wenigen Orientierungsproben, einfach um die Stücke auszuwählen, die wir beim daraufhin folgenden Probewochenende vor Weihnacht intensiv proben wollten. In dieser Saison hatten wir viel Spaß und auch wieder Auftritte in neuen Locations. Die Besonderheit in der Saison 2003 war zweifelsohne die Hochzeit II vom Thommy und Patricia. Ansonsten haben wir traditionelle Auftritte gepflegt.


Stücke

Neu:
Monumentale Eröffnung 1900 - 1999
Hawaii 5.0 (Version 1.0)
It´s raining men

Gestrichen wurde:
In dieser Saison nichts !


Auftritte

08.02.2003 Zügle Aufbau
14.02.2003 Hausball in der Linde
15.02.2003 Nach dem Umzug in Mittelbiberach
16.02.2003 Umzug Schemmerberg
21.02.2003 Nachtumzug Ingerkingen
22.02.2003 Altheimer Dorffasnet
23.02.2003 Spielfrei
27.02.2003 Glombiger Donnerstag in Schemmerhofen
28.02.2003 Beim Umzug Langenenslingen
01.03.2003 Programm Burgrieden
Halle Warthausen
02.03.2003 Umzug Þpfingen
03.03.2003 Zügle Abbau
Rosenmontagsball Schemmerhofen
13.09.2003 Thommy´s und Patricia´s Hochzeit II

 

Ereignisse und Eindrücke

Das erste große Ereignis der Saison 2003 war unser zweites Probenwochenende am Wochenende vor Weihnachten 2002 wieder im Kloster zu Bad Schussenried. Dieses Mal war die Probenarbeit richtig effektiv. Außerdem hat Robbe beim legendären Einkehren in der Schussenrieder Brauereiwirtschaft ein tolles neues Spiel erfunden. Das besondere daran war die Spielzeit von ca. 1 Jahr. Dabei ging es darum, dass jeder irgendwas irgendwo in der Wirtschaft versteckt und dies im nächsten Jahr wieder finden muss. Natürlich waren wir alle sogleich dabei und haben alles Mögliche versteckt. Aber die Auflösung wird ja erst vor der nächsten Saison sein.
Nach ein paar weiteren Proben haben wir am 08.02.2003 das traditionelle Zügle aufgebaut. Wie immer bei Justenes im Hof. Als eingespieltes Team ist es dennoch jedes Jahr wieder interessant.
Eine kleine Besonderheit war noch am Tag zuvor bei Robbe´s Geburtstag, als wir Wolfgang Specker als neuen Halt für uns gewinnen konnten. Bei unserem spontan eingeführten Wettbewerb "Das Zügle sucht den Super-Halt" landete er unangefochten auf dem ersten Platz.
Am 14.02.2003 starteten wir dann unsere Spielsaison beim Hausball in der Linde. Gigantisch dabei war die Gage. Für das Spielen hatte jeder von uns den ganzen Abend in der Linde frei. Da kam mal Freude auf!
Wir spielten zwei Mal in der Linde. Beim zweiten Mal war es zwar hammervoll, aber es war dennoch ein Heidenspaß. In den frühen Morgenstunden gingen dann die letzten von uns zur Linde hinaus, um am darauf folgenden Abend, Sa., den 15.02.2003 wieder richtig fit zu sein. Diesen Abend starteten wir bei unserem neuen Halt, Wolfgang Specker, der uns zu einem Vesper eingeladen hatte. Erstaunlich, dass sogar ein Junggeselle ein anständiges Vesper zaubern kann. Nach diesen gar leckeren Gaumenfreuden zogen wir weiter nach Mittelbiberach. Wie schon öfters spielten wir dort nach dem dortigen Nachtumzug hi und da. Leider war der größte Partystadel zu voll, so dass wir nicht genug Platz zum spielen hatten. Auch gab es etwas Stress und sogar ein kleines Handgemenge, welches wir aber durch Wort und Tat zu beschwichtigen wussten. Dafür spielten wir noch in kleineren Zelten, wo es recht angenehm war.
Am Tag darauf, den 16.02.2003 starteten wir unser Wirken in Schemmerberg mit einem Brunch beim Xande. Dafür hat er extra sein Wohnzimmer in ein Bierzelt verwandelt. Zumindest waren dort Biertische. Es fehlte an nichts und als wir zum Dank auf seinem Balkon spielten waren wir erstaunt, welch tolle Akustik doch der Balkon vom Xande seiner Wohnung hat. Der Schemmerberger Umzug war somit auch die Feuertaufe für unseren neuen Halt Wolfgang. Trotz der eisigen Kälte schlug er sich wacker. Nach dem Umzug waren wir in verschiedenen Häusern zum Kaffee und Schnaps, wobei sich doch manche viel näher kamen, als man es sich hätte vorstellen können. In der Amboß-Bar spielten wir dann noch zur Freude der Anwesenden. Man hat gesehen, auch die Schemmerberger können festen und wir fühlten uns dort sehr geborgen. Auch wenn manche von dort noch weit laufen mussten, machte dies dem gelungenen Wochenende keinen Abbruch.
Leider folgte schon am darauf folgenden Tag die Kündigung von unserem Ex-Halt Wolfgang. Er fühlte sich nicht dazu bereit, an Fasnet durch die Gassen zu ziehen. Er festet eben lieber inkognito!
In der nächsten Woche begann es für uns mit der Überführung unseres Zügles nach Ingerkingen. Wie immer führte uns der Weg von Schemmerhofen über Altheim zum Stegenhofstüble und von dort zum Lars. Nach einer kleinen Zwischenmahlzeit pilgerten wir zum Aufstellungsplatz und bereiteten uns auf den kommenden Umzug vor. Nach dem schönen Umzug parkten wir das Zügle wieder bei Präse´s Godde und labten uns an dem traditionellen Glühwein. Als wir nach dem Ständchen auf der Miste Richtung Halle gingen, stoppten wir im Probelokal des MVI. Wir konnten dort auch richtig einheizen und hatten soviel Spaß am musizieren, dass andere meinten, sie dürfen gar nicht mehr spielen. Anschließen ging es in der Halle weiter, wo uns das Publikum mit lautem Geschrei und wilden Gesten huldigte. Es war wunderbar. Da spürten wir wieder, wie schon doch dieses Geben und Nehmen zwischen Interpreten und Publikum ist. Der restliche Abend verlief in gewohnter Manier "im Nebel"!
Am Sa., den 22.02.2003 trafen wir uns gegen Abend in Altheim beim HJ. Er lud uns auf ein paar Bier zum Warm-Up ein. Gut gelaunt zogen wir dann in die Altheimer Halle zur Dorffasnet. Nach vielen Jahren machte Altheim endlich wieder eine eigene Fasnet, welche wir in besonderer Art und Weise eröffneten. Wer die Halle in Altheim kennt wird die Fenster vom Probelokal kennen. Nach den Anfangstakten durch das Schlagzeugregister aus der Mitte der Halle, öffneten sich diese Fenster und die Monumentale Eröffnung wurde von den Bläsern in die Halle geschmettert. Nach noch ein paar Stücken begann der Festredner seine Rede mit Auszügen aus dem in dieser Saison erschienenen Fan-Mail II. Zum Schluss des Programms spielten wir noch mal und widmeten uns dem Bacardi. Als ganz spät nur noch 4 von uns da waren, fuhr unser Taxi vor und chauffierte uns nach Altheim, wo Patricia lecker Flädlessuppe vorbereitet hatte. Wir hätten nie gedacht, jemals gehäufte Teller Suppe zu essen, aber das geht. Da dieser Sonntag spielfrei war, blieben wir gerade in Altheim. Die restlichen von uns stießen noch dazu und manche brachten sogar ihre Frauen und Kinder mit. Somit wurde dieser Mittag zum Familien- und Spielenachmittag. Zum Dank für Kaffee und Kuchen spielten wir noch ein Ständchen, bevor wir den Abend gemütlich ausklingen ließen.
Am 27.02.2003 starteten wir den Glombigen Donnerstag mit dem schon fest eingebürgerten Düsschen Essen im Adler. Anschließend unterstützten wir wieder den Musikverein Schemmerhofen beim Hemedglonker-Umzug. Nach dem Einmarsch in die Halle machten wir uns gleich auf den Weg ins Feuerwehrhaus. Wie immer war es dort wieder richtig gut und auch die kleine Band die immer dort spielt findet es so allmählich ganz nett, wenn wir kommen. Nach langen Stunden in der dortigen Bar machten sich noch manche auf in die Halle, aber dort war in diesem Jahr der Hund begraben. Wir können nur hoffen, dass die Narrenzunft Schemmerhofen bis zur Saision 2004 ihr Konzept überarbeitet hat.
Wie immer verstreute sich auch in der Halle der Rest und jeden verschlug es woanderst hin. Trotzdem fanden wir uns alle wieder am Abend vom 28.02.2003 als wir uns auf nach Langenenslingen machten. Dies war in diesem Jahr etwas besser organisiert und wir besuchten als erstes unsere Übernachtungsmöglichkeit bei der Mutter von Hermann Kornwachs der vor Jahren nach Schemmerhofen gezogen ist. Von dort gingen wir den Umzugsweg entlang. Nur gut, dass der Umzug noch nicht angefangen hatte. Deshalb konnten wir auch spontan auf der Ehrentribüne spielen, bevor wir ins Feuerwehrhaus gingen. In dieser Saison kannten wir ja schon die Regeln und deshalb wussten wir, wie dieses Ringel-Reih-um-spielen in dieser Location funktionierte. Bemerkenswert beim Langenenslinger Abend war, dass Lars erst später zu uns stieß und Bösche auch nicht da war. Deshalb begann beim Schlagzeugregister der Abend mit Miche an der Snare und Dankenswerterweise dem Webmaster an der großen Trommel. Als ungeübter Trommler war es eine enorme Leistung, was der Webmaster uns zu hören bot. Seither hegt er allerdings auch den größten Respekt vor Bösche. Nach dem Feuerwehrhaus spielten wir noch in einem Party-Zelt und danach in der Halle. Dort spielten wir so lange, dass der DJ, der eigentlich nur eine Pause machen wollte solange wir spielten, abbaute. Die Halle war dann auch leer, was die Getränke anbelangte und deshalb verließen wir diese Stelle. Auf dem Weg zur Mutter von Hermann Kornwachs, der vor ein paar Jahren nach Schemmerhofen gezogen ist, fanden wir noch ein Zelt, wo es Bier gab, deshalb war der Abschluss des Abends nicht so schlimm. Nach einer angenehmen Nacht und einem leckern Frühstück spielten wir noch ein letztes Ständchen in Langenenslingen und machten uns Richtung Heimat auf. Aber was für ein Zufall, dass aufm Weg von Langenenslingen nach Schemmerhofen Burgau auf dem Weg liegt. Dort stoppten wir um was zu trinken und zu Mittag zu essen. Natürlich spielten wir auch dort zur Freude der Dortigen.
An diesem Abend hatten wir wieder eine fest ausgemachte Verpflichtung in Burgrieden, wo wir als ein Teil des Programms auftraten. Es war wie immer interessant wo zu spielen, wo wir bis dahin noch nie gespielt hatten. Allzu lange blieben wir aber nicht dort, da wir ja wieder in Warthausen spielen wollten. Legendär, wie auch in diesem Jahr das Publikum abging. Einfach Klasse.
In traditioneller Art und Weise ging es nach der Warthauser Halle zum Bernd wo wir übernachteten und am darauf folgenden Tag nach Þpfingen aufbrachen. Den Äpfinger Umzug spielten wir wieder auf unserem Zügle. Anschließend ruhten wir uns etwas im Adler aus, bevor wir es im Sportheim noch mal so richtig krachen ließen. Dort wird es zwar von Jahr zu Jahr voller, aber es ist immer wieder ein Höhepunkt dort zu spielen.
Nachts verschlug es uns dann zum Muchl, der wie jedes Jahr zum Vesper einlud.
Am 03.03.2003, dem Rosenmontag bauten wir unser geliebtes Zügle ab und verstauten es wieder in Justenes Stadel. Abends trafen wir uns in der Linde und entschieden uns dann doch noch dafür, in die Halle zu gehen. Aber wir glauben, dass es dieses Mal echt das letzte Mal war, dass wir am Rosenmontag dort gespielt haben, aber wer weiß.
Mit diesem Abend war eigentlich die Saison 2003 abgeschlossen. Aber halt. Da stand noch ne Hochzeit an. Thommy und Patricia heirateten am 13.09.2003 zum zweiten Mal. Schließlich waren sie ja schon standesamtlich verheiratet, aber nun war kirchlich dran. Aus diesem Anlass spielten wir in der Kirche. Nicht nur ein Stück, sondern wir gestalteten die komplette Kirche musikalisch.
Bei der anschließenden Feier ließen wir uns nicht lumpen und spielten dort auch noch. Allerdings keine Fasnetshits, sondern Märsche, Polkas und Ländler aus dem sagenumwobenen 13er-Heftle. Einige waren zwar erstaunt, aber eigentlich nur deshalb, weil sie nicht gedacht hätten, dass wir auch so was spielen.
Dies war dann nun definitiv der letzte Auftritt 2003 und wir freuen uns schon auf die Saison 2004.